Erfolgreiches Mutter-Tochter-Gespann: Amelie und Elisabeth Engstler

© Kurier/Gilbert Novy

Chronik Niederösterreich
05/28/2021

Dynamisches Duo: Elisabeth Engstler steht mit Tochter auf der Bühne

Elisabeth und Amelie Engstler spielen im Sommer gemeinsam auf der Rosenburg. Auch im Privatleben halten die beiden zusammen.

von Caroline Ferstl

KURIER: Frau Engstler, ab 24. Juni dürfen Sie auf der Rosenburg mit „Ein Käfig voller Narren“ endlich wieder auf der Bühne stehen. Freuen Sie sich darauf?

Elisabeth Engstler: Natürlich, wahnsinnig sogar. Ich hatte ja jetzt wirklich eineinhalb Jahre Pause, mittlerweile brennt es uns Künstlern schon sehr unter den Fingern. Und dem Publikum geht es ähnlich, denke ich.

Sie spielen mit Ihrer Tochter Amelie. Wie ist das für Sie?

Elisabeth Engstler: Ich freue mich natürlich! Amelie hat jetzt die Matura hinter sich gebracht, es beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Da ist es für mich Privileg und Geschenk zugleich, im Sommer so viel Zeit mit ihr verbringen zu können.

Amelie, wie ist es für Sie, mit Ihrer Mutter zu spielen?

Amelie Engstler: Ich freue mich irrsinnig darauf. Wir haben eher ein sehr freundschaftliches Verhältnis zueinander. Ich war ja auch schon als Kinder oft dabei bei Proben und Auftritten, jetzt darf ich endlich auch mal mitmachen und nicht nur zusehen.

Ist das denn Ihr Plan, in die Fußstapfen Ihrer Mutter zu treten?

Amelie Engstler: Es kommt wie es kommt. Meine Mutter ist das beste Beispiel dafür: Sie hat begonnen, Medizin zu studieren, und ist dann beim Theater gelandet. Ich habe das Gefühl, irgendwie wird mir das ähnlich passieren. Aber ich werde jetzt einmal etwas ganz Klassisches zu studieren beginnen, nämlich BWL. Natürlich ist das Schauspielen meine größte Leidenschaft, die ich gerne einmal zum Beruf machen würde.

Ist Ihr bekannter Nachname da eher ein Fluch oder ein Segen?

Amelie Engstler: Ich kenne keinen anderen (lacht). Es ist mein Name, ich bin damit aufgewachsen und trage ihn mit Stolz. Ich merke da keinen großen Einfluss.

Welchen Tipp können Sie Ihrer Tochter mitgeben für die Schauspielerei?

Elisabeth Engstler: Ich versuche, mich mit Tipps zurückzuhalten. Eines sage ich ihr immer wieder: Mach’ das, was dein Herz erfreut. Damit wirst du erfolgreich sein. Alles andere hat keine Zukunft. Und das ist wahrscheinlich eines der schwierigsten Dinge. Das zu wisse, mit 19 oder 20 Jahren, ist natürlich schwierig. Aber man darf auch alles ausprobieren. So, jetzt halte ich mich auch wieder schon zurück mit Tipps (lacht).

Amelie, was bewundern Sie an Ihrer Mutter?

Amelie Engstler: Dass man um sie herum absolut man selbst sein kann. Und dass sie niemals Probleme sieht, sondern nur Lösungen.

Und was nervt Sie an Ihrer Mutter am meisten?

Amelie Engstler: Naja, manchmal sind wir uns doch zu ähnlich. Und dann ärgern wir uns über Sachen, die wir eigentlich an uns selbst nicht mögen.

Wie ist es Ihnen während des Lockdowns ergangen? Kam es da schon mal zu Streitigkeiten?

Elisabeth Engstler: Überhaupt nicht. Wir waren sehr beschäftigt: Ich lerne gerade Griechisch und mache mehrere Ausbildungen online. Und ich habe neue Rezepte und Lieder geschrieben. Und begonnen, Tomaten zu züchten. Amelie hatte genug zu tun für die Schule und hat gelernt, sich zu organisieren – das wird ihr spätestens jetzt auf der Uni zugutekommen.

Amelie Engstler: Und wir haben Zuwachs bekommen: Seit Kurzem haben wir einen Hund, einen drei Monate alten Golden Retriever, der war meine Idee. Phoebe heißt sie, und sie ist das süßestes Wesen, das man sich vorstellen kann.

Sie wohnen in Maria Enzersdorf. Werden Sie für Ihr Studium jetzt nach Wien ziehen, Amelie, oder bleiben Sie Ihrer Mutter noch eine Weile erhalten?

Amelie Engstler: Meine Mutter kriegt mich nicht so schnell los. Wir sind jetzt schon 19 Jahre zusammen unterwegs und ich glaube, ein paar Jahre mehr werden es noch werden. Es hieß immer wir gegen den Rest der Welt, und das hat bisher ganz gut geklappt Und ganz so einfach würde ich sie ja dann doch nicht loswerden: Spätestens in der Badner Bahn würde sie mir immer noch sagen, wann ich aussteigen muss (lacht).

Elisabeth Engstler (61) ist Moderatorin, Schauspielerin und Sängerin. Die gebürtige Kärntnerin vertrat Österreich 1982 beim Song Contest und ist seit einem Jahr die Stimme der Durchsagen der Badner Bahn. Mit ihrer Tochter Amelie lebt sie in Maria Enzersdorf.

Amelie (19) stand mit 15 Jahren bereits auf der Bühne. Sie schloss die International Highschool Herzogberg ab.

Die beiden spielen von 24. Juni bis 1. August in „Ein Käfig voller Narren“ auf der Rosenburg.

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