Chronik | Niederösterreich
20.12.2011

Die Wüste lebt: Mannersdorfer Naturpark wird runderneuert

Kunst und Natur – Der keine Naturpark hat tatsächlich nichts mit einer Wüste zu tun – und trotzdem hat er seit Jahrhunderten diesen eigenwilligen Namen. „Die Menschen haben diesen Flecken Natur wegen seiner Abgeschiedenheit so genannt“, klärt Karl-Heinz Aschbacher auf. Er ist Obmann des Naturparkvereins und hat ein großes Ziel: Die Wüste zum Leben zu erwecken.

„Der Park eignet sich aufgrund seiner Beschaffenheit hervorragend als Tagesausflugsziel“, sagt Römerland-Carnuntum-Geschäftsführer Bernhard Fischer. Also ein wenig weg von der Abgeschiedenheit, dafür soll ein Naherholungsgebiet entstehen. „Wir wollen aber nicht mit Touristen überrollt werden“, stellt Mannersdorfs Bürgermeister Gerhard David klar. Sanfter Tourismus lautet die Zauberformel, an der man sich orientieren möchte. Schließlich sollen Wildschweine und Hirsche nicht aus dem weitläufigen Areal vertrieben werden.

Das Konzept ist klar, die Finanzierung steht. Rund 200.000 Euro betragen Sanierungs- und Baukosten. „170.000 Euro steuert das Land NÖ bei“, sagt Fischer. Schmuckstück und Ausgangspunkt ist das Kloster St. Anna, das zurzeit eifrig in liebevoller Handarbeit von den Helfern restauriert wird. Obmann Aschenbacher schwebt eine Verbindung aus Kunst und Natur vor. „Der Park ist ein Juwel“, schwärmt er. Konzerte, Feste und die unberührte Natur der Wüste sollen die Gäste nach Mannersdorf locken.

Mit dem Projekt schließt das Römerland Carnuntum einen der letzten weißen Flecken auf der Karte. „Jetzt sind wir von Ost bis West kulturell aktiv“, so Fischer.