© Ferstl Caroline

Chronik Niederösterreich
01/11/2019

„Die Triangel zu spielen war mir nicht genug“

Die junge Schauspielerin Katharina Holoubek aus Wiener Neustadt übernimmt 2019 ihre erste Hauptrolle in einem Kinofilm.

von Caroline Ferstl

Kreativ sind in der Familie Holoubek alle: der Vater Fotograf und Werbegrafiker, die Mutter Konzertflötistin und Musikpädagogin, die drei Söhne Gitarrist, Schlagzeuger und Bassist. Und Katharina, das Nesthäkchen? „Gesungen und Musik gemacht habe ich immer gern‘. Aber ich wollte nicht nur die Triangel spielen“, erzählt sie heute schmunzelnd. Dann eben Schauspiel.

Ihre Leidenschaft für die Bühne entdeckte die aktuell frisch verheiratete 25-Jährige im Kindesalter: Mit sechs Jahren spielte sie im Theater im Neukloster, mit 14 überzeugte sie gleich bei ihrem ersten Casting und spielte daraufhin vier Monate lang beim Musical Sommer Amstetten: „Da wusste ich, das will ich machen!“

Mit der österreichischen Produktion „Bad Fucking“ machte sie 2013 ihre erste Kinoerfahrung. „Plötzlich steht man neben Adele Neuhauser, Robert Palfrader und Wolfgang Böck vor der Kamera und merkt, das sind auch nur ganz normale Menschen“, erinnert sich Holoubek an die Dreharbeiten. Zahlreiche Werbeverträge folgten. Vergangenes Jahr spielte sie Christopher Seilers bessere Hälfte in der Serie „Horvathslos“, die Rolle ihrer Filmmama übernahm Nina Proll.

Kein Zuckerschlecken

Und 2019? „Wir drehen im Frühjahr den Independent Kinofilm ,Das Tor’ von Oliver Haas, in dem ich die Hauptrolle übernehmen, und dann schauen wir einfach weiter“, meint Holoubek. Was für sie aber keinesfalls heißt, auf der faulen Haut zu liegen und auf Jobangebote zu warten. Das Künstlerdasein sei weniger romantisch als oft dargestellt, Holoubek kennt die Schattenseiten: „Mal muss man sich mit kleinen Nebenjobs über Wasser halten, dann bekommt man wieder mehrere Angebote auf einmal“, erzählt die Schauspielerin.

Wichtig ist es, auch mal Nein zu sagen. „Fühlt sich ein Job nicht richtig an, muss man lernen, darauf zu verzichten – egal, wie groß das Ding ist und wie viel man dafür bezahlt bekommt. Schauspielen ist sehr persönlich, man verkauft sich selbst. Da will man sich am Ende des Tages noch mögen können.“ Das klingt hart.

„Aber mein Atem ist noch lang – so schnell lass’ ich mich nicht unterkriegen“, gibt sich die leidenschaftliche Schauspielerin kämpferisch.