Die Bier-Tankstelle ist eröffnet

Foto: Stefan Straka

Privatbrauer Bernhard Bugelmüller füllt frisches Bier in die Flaschen und möchteschon bald die Party-Szene beglücken.

Foto: Stefan Straka

Flasche rein, Spritzschutz drauf, Kohlensäure rein. Eine Minute später ist die Zwei-Liter-Flasche vollgefüllt mit dem frischen Bier. Am Freitag stellt Bernhard Bugelmüller in seiner Korneuburger Biermanufaktur die erste „Bier-Tankstelle“ dieser Art vor. „Das Bier ist frisch und schmeckt so wie aus dem Fass“, erklärt der Bierexperte.

Noch sind die „Zapfzeiten“ an die Ab-Hof-Verkaufszeiten gekoppelt. „Die Bedienung der Zapfstelle ist für den Laien noch zu kompliziert“, sagt Bugelmüller. Aber ein Zapfautomat, bei dem man die Füllung(en) mit der Bankomatkarte bezahlen kann, ist schon bald das nächste Ziel.

Das ist aber nicht die einzige Neuheit, mit der Buglmüller den Markt erobern will. In einer schlaflosen Nacht hat er „Mei liabste Weiß“ erfunden. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus bayrischem Weißbier und belgischem Wit-Bier. Wärhend die Belgier mit Orangenschalen brauen und mit Koreander würzen, verzichtet Bugelmüller auf die Orangenschalen. „Die geben wir erst beim Trinken dazu“, sagt Bugelmüller.

Party-Szene

Die Erfindung möchte er zum neuen In-Getränk der Partyszene machen. Bei ersten Probeverkostungen in seinem Freundes- und Bekanntenkreis soll die Weißbier-Kreuzung mit Eiswürfel und Orangenschale gut angekommen sein. Wahrscheinlich auch wegen der Etikette, die eine tief dekolletiertes Fotomodel ziert – eben das Fräulein Weiß. Mittlerweile ist das Alm-Mädel auch auf einer eigenen Homepage präsent und wirbt mit ihrem „Herzschlag“ für das Bier. Sex sells? Auf die Frage muss Bugelmüller schmunzeln. „Dirndl- und Lederhosen zu tragen ist wieder in“, sagt der Brauer. Als besonderen Gag gibt es das Etikette sogar in 3-D-Optik, samt Spezialbrille.

(kurier) Erstellt am
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