Der „Glücksfischer“ wurde vom Brunnen im Freibad gestohlen

Foto: Stadt Amstetten
Foto: privat

Waidhofen/Ybbs – Der Verlust eines kleinen, Kulturjuwels kränkt die Verantwortlichen des Parkbades in Waidhofen/Ybbs. Dort wurde Mitte Februar der „Glücksfischer“ von einem Trinkbrunnen gerissen und gestohlen.

Die Ermittlungen der Kriminalisten verliefen bislang im Sande. Die kunstvolle rund 40 Zentimeter der Mostviertler Künstlerin Erna Dupal, zierte den Brunnen in unmittelbarer Nähe des Badeinganges. Wann der bronzene Fischerbub tatsächlich gestohlen wurde, konnte der Verantwortliche des Parkbades nicht angeben. Er erstattete am 13. Februar auf der Polizeiinspektion Waidhofen Anzeige.

Das Bad ist über den Winter gänzlich geschlossen. Dennoch dürften Jugendliche oft den Zaun des Haupteinganges überklettern und sich auf dem Areal aufhalten. Zahlreiche Fußspuren im Schnee deuteten auf einen regen Besuch von Jugendlichen im winterlichen Bad hin.

Erna Dupal verfolgt gespannt das Schicksal ihres „Kindes“. Schon einmal musste sie in ihrem Atelier in Ulmerfeld die Formen des „Glücksfischers“ aus dem Archiv holen. 1999 hatte sie von der Stadt Waidhofen erstmals den Auftrag bekommen ihren „Glücksfischer“ am Badbrunnen zu installieren. „Die erste Figur war aber aus Keramik. Sie hat den Leuten sehr gut gefallen, war aber relativ rasch zu Bruch gegangen. Dann erhielt ich den Auftrag die Figur in Bronze zu gießen. Jetzt ist sie weg. Notfalls könnte man sie neu gießen“, schildert die Künstlerin.

Die Polizei hofft durch Hinweise aus der Bevölkerung die Bronzestatue noch zu finden:  059 133 / 3180.

(kurier) Erstellt am
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