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"Geisterbahnhof" Tullnerfeld öffnet Spekulationen Tür und Tor
Der Preis für Grundstücke hat sich fast verdoppelt. Besitzer wollen ihren Boden nicht hergeben. Die Gemeinden stellt das vor ein Problem.
Der Bahnhof Tullnerfeld liegt im Nirgendwo. Rundherum Landidylle pur – statt Häusern und Firmen gibt es Felder, so weit das Auge reicht. Trotzdem ist die Park-and-Ride-Anlage voll. Und zwar täglich. Durch die neue Westbahnstrecke wurde das Tullnerfeld an Wien angebunden. In 18 Minuten erreichen die Pendler jetzt mit dem Zug die Stadt.


Gerhard Figl, Immobilienmakler in der Region, sieht das ähnlich: „130 Euro ist enorm hoch.“ Der Bahnhof bestimme den Preis: „In den Orten fünf Kilometer weiter kostet der Quadratmeter zwischen 60 und 80 Euro“, sagt Figl. Der rasante Anstieg der Preise treibt Spekulationen mit dem Grund und Boden voran. Dass auch die Gemeinden durch den Preisanstieg Profit machen könnten, glaubt Friewald nicht: „Es ist nicht unsere Aufgabe, aus Grundstücken Gewinn herauszuschlagen.“
Bauzwang
Manche Gemeinden stünden nun vor dem Problem, kaum gemeindeeigenen Baugrund zu besitzen. Privatgrund wolle jetzt kaum jemand verkaufen.
