Wimpassing

© Polizei

Coup in NÖ
03/13/2013

Gangster-Trio schlug mehrmals zu

Die von der Cobra geschnappten Verdächtigen sind Serien-Räuber mit Häfen-Erfahrung.

von Patrick Wammerl, Johannes Weichhart

Dass sich Frechheit nicht immer auszahlt, wird im Fall eines Räuber-Trios deutlich. Nachdem ein 46-jähriger Niederösterreicher für den Überfall auf die Raiffeisenbank Sigleß im Burgenland am 21. Dezember 2007 eine mehrjährige Haftstrafe verbüßte hatte, soll er auf den Tag genau fünf Jahre später erneut in die Filiale gekommen sein. Der Verdacht fiel nach dem zweiten Coup sofort auf den 46-jährigen Hannes H. Doch der Verdächtige blieb im Verhör standhaft und die Beweise reichten nicht aus. Dienstag wendete sich das Blatt für die Ermittler. Nach einem Überfall auf die Raiffeisenfiliale Kemmelbach im Bezirk Melk hatte die Polizei die Verfolgung eines verdächtigen blauen Citröen aufgenommen. Mit Tempo 220 war sie den Ganoven bis zur Wiener Stadteinfahrt gefolgt, ehe die errichtete Straßensperre der Cobra das Ende der Flucht bedeutete (der KURIER berichtete).

Mit erhobenen Händen stiegen drei „alte Bekannte“ aus dem Auto. Hannes H. aus dem Bezirk Baden war den Ermittlern nach seinem Coup in Sigleß bereits ein Begriff. Sein Komplize Harald J., 48, ist ebenfalls wegen Raubes und anderer Delikte amtsbekannt. Zusammen sollen die Beiden nicht nur den zweiten Überfall auf die Raika Sigleß, sondern auch auf die Postpartnerfiliale in Wimpassing im Bezirk Neunkirchen am 4. Jänner dieses Jahres begangen haben.

Der dritte im Bunde ist Gerald A. aus Wiener Neustadt. Der 42-Jährige war erst vor wenigen Wochen aus der Haft entlassen worden. Er dürfte nur bei dem Überfall am Dienstag in Kemmelbach dabei gewesen sein und zwar als Fahrer des Fluchtfahrzeugs. Der Wagen gehört seiner Lebensgefährtin.

Bei den Einvernahmen durch die Raubgruppe des nö. Landeskriminalamtes (LKA) legte das Trio ein umfangreiches Geständnis ab. Die Ermittler hatten bereits eine Reihe von Beweisen gesichert. „Eine Faustfeuerwaffe, die Tatkleidung und die Beute wurden sichergestellt“, erklärt Chefinspektor Josef Deutsch vom LKA. „Ein toller Job unserer Ermittler“, sagt dernö.Landespolizeidirektor Franz Prucher. Die Festnahme am Dienstag glich einer „Bilderbuch-Aktion“.

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