© Hofer Matthias

Chronik Niederösterreich
03/17/2020

Coronavirus: Kaum Wartezeit bei Gesundheitshotline 1450 in NÖ

Abwicklung von Anrufen aus NÖ, Burgenland und Kärnten funktioniert - 40 zusätzliche Experten für die Beratung im Corona-Verdachtsfall.

von Marlene Penz

Der Andrang auf die Gesundheitsberatung 1450, die man bei Verdacht auf eine Coronainfektion wählen soll, ist groß. An einem "normalen" Sonntag werden rund 100 Anrufer vom Notruf NÖ, der diese Telefonate für Niederösterreich, Burgenland und Kärnten abwickelt, beraten. Am vergangen Sonntag haben 7.678 Personen angerufen. 

"Damit jeder und jede seine Beratung erhält, haben wir bereits weitere 40 Helferinnen und Helfer angestellt. Wir stocken das Personal auf, um den Menschen bestmöglich zu helfen. Das Notruf-System in Niederösterreich und die Abwicklung des Gesundheitstelefons 1450 in Niederösterreich funktioniert“, erklärt NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger.

Das zusätzliche Fachpersonal sei bestens geschult: „Wir haben das wichtige Personal aus den Fachhochschulen und Universitäten angestellt, sie können die Tätigkeit als Praktikum anrechnen“, sagt Eichtinger.

Kaum Wartezeit

Bis zu 100 Mitarbeiter sind gleichzeitig mit den Anfragen der Menschen beschäftigt: „Die durchschnittliche Wartezeit betrug am Montag nur 2 Min 20 Sekunden, aktuell gibt es keine Wartezeit bei 1450 bei Anrufen aus NÖ“, sagt Notruf Niederösterreich-Chef Christof Chwojka und ergänzt: „Alle angenommen Anrufe wurden bearbeitet und wenn notwendig für eine Gesundheitsberatung zurückgerufen. Die Quote der Nicht-Rückrufe beträgt 0.“

Eine noch effizientere Abwicklung sei bereits in Planung: „Wir werden noch genauere Abfragealgorithmen einbauen, um noch besser beraten zu können. Weiters haben wir eine neue technische Online-Lösung entwickelt, die uns eine noch bessere Beratung ermöglicht. Vor dem Anruf auf 1450 sollte eine Selbstabklärung erfolgen, nämlich unter http://corona.144.at“, erklärt Chwojka.

 

Erleichterung für Bezirkshauptmannschaften 

Notruf NÖ stellt natürlich auch in Zusammenarbeit mit dem NÖ Sanitätsstab täglich neue technische Lösungen für die Behörde zur Verfügung. So muss keine Bezirkshauptmannschaft mehr telefonieren, wenn ein Test angeordnet wird und bekommt auch automatisiert Informationen, wenn in ihrem Bereich ein Verdachtsfall festgestellt wird.

Auch sind Amtsärzte direkt im System von Notruf NÖ eingebunden und können dadurch viel rascher und effizienter in ihrer Arbeit unterstützt werden.

Kinderbetreuung für Mitarbeiter

Seit Dienstag bietet der Notruf NÖ für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Kinderbetreuung an einem der Standorte von 7.30 Uhr bis 17 Uhr von Montag bis Freitag an.

„Drei Volksschulpädagogik-Studentinnen werden sowohl für die Versorgung als auch für die Betreuung der Kinder zur Verfügung stehen, damit die Helfer helfen können. Eine wichtige Hilfe für die Einsatzkräfte“, so Eichtinger.

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