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Chronik Niederösterreich
11/27/2020

Buchveröffentlichung: „Unsere Kindheit war trotzdem schön“

Die Waldviertlerin Pauline Hirsch verarbeitete im ersten Buch ihre Kindheitserinnerungen.

von Teresa Sturm

Eigentlich wollte Pauline Hirsch Schriftstellerin werden, doch das Leben kam dazwischen. Erst vor wenigen Jahren fand sie zu ihrer Leidenschaft zurück und hat nun ihr erstes Buch veröffentlicht.

In „Meine frühen Jahre“ (Innsalz Verlag, Softcover, 16,90 Euro) erzählt die 71-Jährige kurze Geschichten aus ihrer Kindheit und frühen Jugend. „Es war eine schwierige Zeit, aber ich sehe es nicht nur negativ. Unsere Kindheit war trotzdem schön und das soll auch im Buch herauskommen“, sagt Hirsch. Sie ist mit drei Geschwistern auf dem elterlichen Bauernhof im Bezirk Horn aufgewachsen, wo sie schwere Arbeit verrichten musste.

Sehr geprägt war ihr Leben von der Internatszeit in Sitzenberg (Bezirk Tulln): „So konnte es natürlich nicht ausbleiben, dass ich auch dieser Zeit ein etwas längeres Kapitel gewidmet habe.“ Schon bald lernte Hisch ihren späteren Mann in Groß Gerungs (Bezirk Zwettl) kennen und führte das Wirtshaus seiner Eltern mit ihm bis zur Pension weiter.

Omageschichten

Ihre sechs Enkel waren immer Fans der „Omageschichten“, wie Hirsch sie nennt. „Da geht es einmal ums Plumpsklo oder darüber, wie ich im Kindergarten in die Hose gemacht habe. Das hat sie fasziniert, dass der Oma auch solche Sachen passiert sind. Da sind sie wirklich begeistert“, erzählt die Autorin.

Doch nicht nur die Enkelkinder haben Hirsch bestärkt, wieder zu schreiben, sondern auch ihr Therapeut. Er habe sie einmal gefragt, wovon sie als junges Mädchen geträumt habe: „Ich habe immer davon geträumt, einmal Schriftstellerin zu werden. Darauf antwortete er mir sehr eindringlich: Bitte schreiben Sie doch, Sie haben so eine schöne Sprache. Ich bin von der Therapie heimgefahren, und als die letzten Gäste weg waren, habe ich mich hingesetzt und habe mit dem Schreiben begonnen.“

"Freude war groß"

Ernsthaft daran gedacht, die Geschichten zu veröffentlichen, habe sie zwar nie, aber ihr Sohn Markus, selbst Autor, gab ihre Literatur an seinen Verlag weiter: „Der Verleger hat mich dann angerufen und mir gesagt, dass ihm die Texte sehr gut gefallen und dass er sie gerne veröffentlichen würde. Da war die Freude bei mir schon sehr groß.“

Auch ein neues Projekt hat Hirsch schon im Kopf: „Ich möchte ein Buch schreiben, wo ich Gespräche mit meinem Mann führe und mich darin erinnern, was wir so gemeinsam erlebt haben. Aber nicht das Negative, sondern diese etwas netteren Seiten.“

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