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Chronik | Niederösterreich
01/14/2019

Mord in Wiener Neustadt: Bürgermeister "traurig und wütend"

"Wenn ein Asylwerber in Österreich straffällig wird, muss er abgeschoben werden", meint Schneeberger.

Wiener Neustadts Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) hat sich nach dem Verbrechen an einer 16-Jährigen vom Wochenende "fassungslos" gezeigt. Er verwies am Montag in einer Aussendung auf Medienberichte, wonach gegen den mutmaßlichen Täter im Jahr 2018 ein Asylaberkennungsverfahren gelaufen sei, weil dieser straffällig geworden sei und auch sein späteres Opfer misshandelt haben soll.

"Wenn ein Asylwerber in Österreich straffällig wird, muss er abgeschoben werden", betonte der Bürgermeister. Er erneuere diese Forderung einmal mehr. "Dass bei einer Asylaberkennung im Vorjahr diese Tat womöglich verhindert hätte werden können, macht mich traurig und wütend zugleich."

Wiener Neustadt habe "geschockt" auf die Nachricht vom Mord an der 16-Jährigen reagiert, teilte Schneeberger zudem mit. "Unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden ihrer Familie." 

Bürgermeister-Stellvertreter Michael Schnedlitz (FPÖ) reagierte bereits gestern auf Facebook auf den Vorfall. Er machte dort seinem Ärger Luft. "Wenn noch ein Politiker sagt, es sei alles in Ordnung oder ich noch einmal das Wort „Bereicherung“ höre, kotze ich!", so Schnedlitz