"Bin noch auf Wohnungssuche"

© Bild: Lackinger Helmut

Seit ein paar Tagen ist Norbert Haselsteiner als neuer BH-Chef im Amt. Das Mostviertel ist für ihn kein unbekanntes Pflaster.

Als Bezirkshauptmann weiß man: Bis zur Pension bleibt man nie an ein und der selben Dienststelle. So kommt es auch, dass es Norbert Haselsteiner von Korneuburg nach Melk verschlagen hat. Der 53-Jährige folgt auf Elfriede Mayrhofer, die in den Bezirk Krems wechselte.

Das Mostviertel ist für Haselsteiner kein unbekanntes Pflaster. "Als gebürtiger Ybbstaler kenne ich die Region ganz gut", sagt er im Gespräch mit dem KURIER. Kein Wunder also, dass der Beamte auch in Melk wohnhaft werden will. "Derzeit bin ich aber noch auf Wohnungssuche", erzählt er. Über Weihnachten will er eine Bleibe gefunden haben. Denn auf Dauer seien die 200 Kilometer, die er täglich mit dem Auto von Korneuburg zu seiner neuen Dienststelle abspulen muss, doch zu viel.

Sicherheit

Obwohl sich Haselsteiner noch einarbeiten muss, knüpft er schon fleißig Kontakte zu den verschiedensten Stellen. "Es gibt hier ein tolles Netzwerk", sagt der Pfeifenraucher aus Leidenschaft. Gemeint sind dabei unter anderem die Bundesheer-Pioniere, Feuerwehr und natürlich auch das Stift. "Auch der Bezirk Melk wurde schon öfters vom Hochwasser heimgesucht. Im Einsatz braucht es eine gute Zusammenarbeit, deshalb ist es so wichtig, dass der Kontakt zu verschiedenen Institutionen passt", meint der neue Bezirkshauptmann.

Auch das Thema interne Sicherheit spielt in der BH nach wie vor eine große Rolle. Nach dem Amoklauf in der BH Klosterneuburg, bei dem ein 59-jähriger Pferdezüchter wild um sich schoss, wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. "Ab kommendem Jahr werden Security-Teams zu unterschiedlichen Zeiten im Amtsgebäude unterwegs sein", berichtet Haselsteiner. Er betont aber, dass auch der beste Schutz gegen gezielte Bluttaten nie hundertprozentig reichen wird.

Erstellt am 05.12.2011