"Bin gespannt, ob die das dürfen"

Bürgermeisterin Inge Rinke vor einem der Kremser Wahrzeichen, dem alten Pulverturm.
Foto: KURIER/Gilbert Weisbier

Die Kremser Stadtchefin Inge Rinke im KURIER-Gespräch über Videoüberwachung, Zores um das Schulzentrum und Parkplätze.

Zum Ende der Ferien sprach der KURIER mit der Kremser Bürgermeisterin und ÖVP-Landtagsabgeordneten Inge Rinke.

KURIER: Nach all der Aufregung: Wie sehen Sie heute die Diskussion darum, ob im Frühjahr gemeldete gesundheitliche Probleme von Lehrern und Schülern mit dem neuen Schulzentrum zusammenhängen?
Inge Rinke: Jahrzehntelang war die Sonderschule in einem verschimmelten, alten Kloster untergebracht, da gab es überhaupt keine Probleme. Dort wurden 70 Prozent Luftfeuchtigkeit gemessen. Vielleicht war ja der Wechsel auf 30 Prozent im neuen Haus ungewohnt. Als mir das berichtet wurde, habe ich sofort eine Untersuchung angeordnet. Aber ich habe Lehrer auch gebeten, von Problemen zu berichten - niemand hat zu mir etwas gesagt.

Die neue Grüne Parkzone hat die Emotionen hochgehen lassen. Viele weichen mit den Autos einfach in andere Stadtteile aus.
Die Grüne Zone ist eine Reaktion auf Beschwerden von Bürgern. Heute findet man wieder Stellplätze im Zentrum. Bei der Einführung der Blauen Zone war die Aufregung viel größer. Ich höre von anderen Städten, dass die mit der Grünen anfangs mindestens so viel Aufregung aushalten mussten, wie wir. Aber heute funktioniert es dort gut.

Wie geht es damit weiter?
Ich bin mit der Pädagogischen Hochschule im Gespräch, dass sie in der Mitterau Parkplätze zur Verfügung stellt. Und in Stein wird eine Kurzparkzone mit Bewohner-Parkkarten helfen. Eine Grüne Zone für Stein will ich derzeit nicht haben.

Die Einführung der Zone gilt als zumindest tollpatschig vorbereitet.
Das waren Anfangsschwierigkeiten. Wir haben schon vieles verbessert. In Wien oder Salzburg finden es alle normal, wenn man sich selber umschauen muss, wie das mit dem Parken geregelt ist.

Vandalismus regt Innenstadtbewohner auf. Andere Städte agieren mit Kameraüberwachung, beispielsweise Gmünd oder Horn. Warum Krems nicht?
Das wundert mich sehr. Wir haben bei der Datenschutzkommission angefragt, das geht nicht so einfach. Ich bin gespannt, ob andere das auf Dauer wirklich machen dürfen. Wir prüfen derzeit auch, ob in Krems die Rabengasse, wie das Anrainer fordern, für die Öffentlichkeit gesperrt werden kann. Da sind viele rechtliche Hürden zu nehmen. Unter anderem müssten Bewohner akzeptieren, dass jemand Feuerwehr und Rettung den Zugang garantieren müsste.

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(kurier) Erstellt am
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