Um an das Fahrrad von Michaela Panstingl zu kommen, knackten unbekannte Täter das Vorhangschloss bei ihrem Kellerabteil

© KURIER/Wolfgang Atzenhofer

Chronik Niederösterreich
10/28/2014

Bike-Bande schlug erneut massiv zu

In Böhlerwerk wurden sieben Räder auf einen Streich aus Wohnhauskellern gestohlen. Teure Sporträder kamen auch in anderen Orten weg.

Das raffinierte Treiben von Banden, die bereits etliche teure Sporträder aus den Kellern von Wohnhausanlagen stehlen, hat im Mostviertel vor dem Wochenende einen neuen negativen Höhepunkt erreicht. Seit dem Vorjahr wurden im Raum Waidhofen, Wieselburg oder Amstetten schon Dutzende Einbrüche dieser Art registriert. Der Schaden ist enorm.
Schon während der vergangenen Woche waren zwei Keller in Mauer und Hausmening und vier dort abgestellte Sporträder das Ziel von Kriminellen. Am Morgen des Nationalfeiertags wurden zwei Männer südländischen Typs in der Westbahn- und Humpelfeldstraße in St. Valentin gesehen. Laut Zeugen sollen sie blitzschnell drei Autos aufgebrochen, daraus eine Tasche und ein Handy gestohlen und auch zwei Citybikes mitgenommen zu haben. Als die Polizei kurz darauf eintraf,waren sie über alle Berge.
In Böhlerwerk, Bezirk Amstetten, wurden aus Genossenschaftshäusern gleich sieben Edel-Bikes aus aufgebrochenen Kellerabteilen geholt. „Es ist ein Rätsel, wie die Einbrecher ins Haus gekommen sind. An unserem Kellerabteil fehlt das Vorhängeschloss und das teure Fahrrad ist weg“, erzählt die Böhlerwerkerin Michaela Panstingl. Deutlich sind noch Einbruchsspuren an der äußeren Kellertür zu sehen. Als die Gangster dort scheiterten, dürften sie mit einem Trick durch den Haupteingang ins Haus und in den Keller gekommen sein.
Drei WohnblöckeInsgesamt suchte die Bande drei Siedlungsblöcke in der Sportplatzstraße und im Theodor-Körnerhof heim. Die gestohlenen Bikes waren bis zu 2700 Euro wert, der Gesamtwert der sieben gestohlenen Räder beträgt 7650 Euro. Panstingl hofft, dass die Versicherung einspringt.
In der Siedlung ist die Aufregung groß. „Man fragt sich, wie die ungesehen sieben Räder abtransportieren konnten. Man kann ja nicht die Nacht am Fenster und im Keller Wache halten“, sind die Nachbarinnen Johanna Dippelreither und Margit Kleinhagauer beunruhigt.
Unruhe, die Chefinspektor Ferdinand Humpl vom Bezirkspolizeikommando Amstetten verstehen kann. „Zum Teil ist unklar wie die Täter in die Häuser kommen und wie die oft großen Mengen an Fahrrädern verstaut und abtransportiert werden“, sagt Humpl. Mit noch intensiveren Kontrollen wird nun versucht, den Bikebanden auf den Fluchtrouten das Handwerk zu legen.

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