Bettfedernfa­brik: „Sargnagel“ wartet weiter auf Verwertung

Budgetbelastung – Kritisch beurteilt Bürgermeister Markus Gogollok die Ende 2004 eröffnete Veranstaltungshalle „Bettfedernfabrik“. Die damals auf Betreiben seiner Vor-Vorgängerin mit einem Investitionsvolumen von acht Millionen Euro zu einem Kultur- und Eventzentrum ausgebaute Halle ist heute „der Sargnagel von Oberwaltersdorf“, stellt Gogollok trocken fest. Das Zentrum belastet das Gemeindebudget spürbar.

„Die Bettfedernfabrik ist viel zu groß konzipiert und spielt nicht das ein, was sie einspielen müsste, um positiv zu bilanzieren“, rechnet Gogollok vor. Mit ihrem Fassungsvermögen vom 1200 Personen sei die Halle überdimensioniert und daher kaum auszulasten. „Es läuft leider schleppend, um es mal so zu sagen“, erklärt Gogollok resignierend.

Die Bettfedernfabrik habe auch ein Standortproblem, denn als Kultur- und Eventzentrum dieser Größe „liegt sie viel zu nahe an Wien, viel zu nahe an der Arena Nova in Wiener Neustadt und auch viel zu nahe am Congress Casino Baden.“ Die Suche nach einem Käufer gestaltet sich deswegen äußerst schwierig. Übrigens: Um ausgeglichen bilanzieren zu können, müsste die Bettfedernfabrik an 276 Tagen im Jahr ausgelastet sein. Ein frommer Wunschtraum.

(kurier) Erstellt am
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