© Bergrettung Reichenau

Niederösterreich
09/29/2016

Bergsteiger mit Kindern auf Rax unversehrt geborgen

Die tschechische Familiengruppe hatte sich verstiegen. Ein Polizeihubschrauber und ein zwölfköpfiges Rettungsteam waren im Einsatz.

In einem abendlichen Einsatz ist am Mittwoch eine achtköpfige Bergsteigergruppe mit u.a. vier Kindern im Alter von sieben bis zehn Jahren auf der Rax unversehrt geborgen worden. Die zwei tschechischen Familien hatten sich der Polizei zufolge verstiegen und einen Notruf abgesetzt. Ein Hubschrauber des Innenministeriums und ein zwölfköpfiges Rettungsteam standen im Einsatz.

Die laut Polizei entsprechend ausgerüstete Gruppe war untertags über den Gaislochsteig auf das Raxplateau und dann zum Ottoschutzhaus gelangt. Nach einer Pause brach die Familien zum Abstieg über den Wachthüttelkamm auf. Die alpine Notlage ergab sich, weil sich die Touristen in den Preintalersteig verstiegen hatten und nach Einbruch der Dunkelheit etwa 70 Meter über dem Wandfuss vor einem steilen Kamin standen, der für sie nicht überwindbar war. Die Elternteile bauten ein Seilgeländer auf, mit dem sich die gesamte Gruppe vor einem Absturz sicherte. Gleichzeitig wurde die Polizei per Euronotruf alarmiert.

Weil die Positionsangabe der Gruppe ungenau war, wurde der Hubschrauber der Flugeinsatzstelle Wien angefordert, um die Betroffenen zu lokalisieren. In der Folge stieg ein zwölfköpfiges Rettungsteam, bestehend aus Alpinpolizisten und Bergrettern, zu den Familien auf. Die Alpinisten wurden bei dem abendlichen Einsatz schließlich über von den Helfern aufgebaute Fixseile über den steilen Kamin unverletzt zum Wandfuß und in weiterer Folge ins Tal gebracht.

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