Chronik | Niederösterreich
06.03.2012

Bei Haftfreigang Freundin vergewaltigt und eingesperrt

Prozess – Der Strafregisterauszug weist zwölf einschlägige Vorstrafen auf. Zuletzt wurde Alexander E., 37, im Sommer 2009 am Landesgericht Wiener Neustadt wegen gefährlicher Drohung, fahrlässiger Körperverletzung und anderer Delikte zu einer 20-monatigen Haftstrafe verurteilt.

Nach einem Freigang im Sommer 2010 kehrte E. nicht in die Justizanstalt zurück. Stattdessen versteckte er sich bei seiner neuen Freundin in Neunkirchen, die rasch von ihm schwanger wurde. Aus Angst von ihr verlassen zu werden, sperrte er seine Lebensgefährtin mehrmals in der Wohnung ein und nahm ihr das Handy ab.

Nachdem der Flüchtige gefunden und wieder inhaftiert wurde, hatte er erst im August 2011 die nächste Möglichkeit für einen Haftausgang. Er nutzte die Chance und suchte sofort seine Freundin heim, die allerdings nichts mehr von ihm wissen wollte. Daraufhin soll es in der Wohnung zum Martyrium für die Frau gekommen sein. Sie wurde von ihrem Peiniger vergewaltigt. Anschließend drohte ihr der als gewalttätig bekannte Mann, sie, den gemeinsamen Sohn sowie ihren Vater umzubringen. Das verletzte Opfer flüchtete mit dem Kind ins Spital und anschließend in ein Frauenhaus. Der Prozess am Landesgericht Wiener Neustadt wurde vertagt.