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Chronik Niederösterreich
09/16/2013

Bankräuber-Trio war nur kurz in Freiheit

Zehn und sieben Jahre Haft für Überfälle auf Banken und Postpartner.

von Patrick Wammerl

Zusammen haben sie Dutzende Vorstrafen und weit mehr als zehn Jahre Gefängnis auf dem Buckel. Da ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich die drei im „Häf’n“ kennenlernten, wie Hannes H. (47) dem Richter am Montag am Landesgericht Wiener Neustadt schilderte.

H. war zusammen mit dem Wiener, Harald J. (49), und dem Wr. Neustädter Gerald A. (42) wegen mehrfachen bewaffneten Raubes angeklagt. Das Trio soll in verschiedenen Konstellationen die Raiffeisenbank in Sigleß (Bgld.), zwei Mal die Postpartnerfiliale in Wimpassing im Bezirk Neunkirchen, sowie zu guter Letzt noch die Raiffeisenbank Kemmelbach im Bezirk Melk überfallen haben.

Sehr geschickt stellten die drei Männer es allerdings nicht an. Denn schon der erste Coup am 21. Dezember 2012 in Sigleß brachte die Raubermittler auf die Spur von Hannes H. „Er hatte die Bankfiliale auf den Tag genau fünf Jahre zuvor bereits überfallen und dafür mehrere Jahre im Gefängnis gesessen“, schildert Chefinspektor Josef Deutsch von der Raubgruppe des nö. Landeskriminalamtes.

Bei einer Hausdurchsuchung an der Wohnadresse des Mannes in Bad Vöslau fanden die Kriminalisten jedoch kein belastendes Material. Sie wussten jedoch, dass sie den Kriminellen im Auge behalten müssen.

Nur wenige Tage später folgte der Überfall auf den Postpartner. „Es war die Polizei bei ihnen zu Hause und trotzdem haben sie gleich wieder einen Raub begangen?“, so der Richter zum Erstangeklagten. „Ich hatte kein Geld und keinen Job“, lautete die Antwort. Man habe niemanden verletzen wollen, deshalb sei die Waffe nie geladen gewesen. Dass die Opfer trotzdem Todesangst hatten, tue den Angeklagten „unheimlich leid“.

Cobra

Geschnappt wurde das Trio schließlich nach dem Raub am 12. März in Kemmelbach. Einer Polizeistreife war das Fluchtfahrzeug auf der Westautobahn aufgefallen. Die Täter hatten nicht bemerkt, dass sie bereits verfolgt wurden. An der Wiener Stadtgrenze bei Auhof wurde eine Straßensperre errichtet und die Kriminellen vom Einsatzkommando Cobra festgenommen.

Hannes H. und Harald J. wurden zu zehn Jahren Haft verurteilt. Gerald A. konnte ein Überfall auf den Postpartner Wimpassing nicht nachgewiesen werden, er bekam deswegen „nur“ sieben Jahre. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

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