Erneute Grabschändungen auf Friedhof in NÖ: Polizei sucht Zeugen
Gruften und Erdgräber wurden zwischen 6. und 9. April auf dem Berndorfer Friedhof beschädigt. Die Polizei bittet um Hinweise (Symbolbild).
In Berndorf im Bezirk Baden kam es erneut zu Störungen der Totenruhe: Wie die Landespolizeidirektion NÖ mitteilt, wurden zwischen dem 6. und 9. April 2026 insgesamt elf Gruften und drei Erdgräber auf dem örtlichen Friedhof beschädigt. Die Täter sollen dabei Steinplatten mit einem Brecheisen oder ähnlichem Werkzeug unter massiver Anwendung von Körperkraft angehoben haben.
Nächtliche Grabschändungen
Die Polizei geht davon aus, dass die Taten in den Nachtstunden verübt wurden. Es handelt sich nicht um den ersten Vorfall dieser Art in der Region. Die Ermittler vermuten, dass die Gräber zuvor tagsüber ausgespäht wurden. Über mögliche Motive oder entwendete Gegenstände macht die Polizei noch keine Angaben.
Polizei bittet um Mithilfe
Die Landespolizeidirektion NÖ ersucht die Bevölkerung um Hinweise zu verdächtigen Wahrnehmungen. Besonders relevant sind Beobachtungen von ortsunüblichen Fahrzeugen oder Personen sowohl in den Nachtstunden als auch tagsüber im Bereich des Friedhofs in Berndorf zwischen dem 6. und 9. April oder davor.
Hinweise können an jede Polizeidienststelle in Niederösterreich oder direkt an das Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 059 133 30-3333 gerichtet werden. Zudem bittet die Polizei die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit und darum, künftig verdächtige Umstände im Bereich von Friedhöfen umgehend unter dem Notruf 133 zu melden.
Die Grabschändung am Berndorfer Friedhof ist kein Einzelfall: In den Bezirken Tulln, Mistelbach, Krems, Korneuburg, Bruck an der Leitha und Baden sind die Kriminellen bereits ans Werk gegangen. Da bei einigen Leichen Zähne fehlen oder Teile des Kiefers herausgebrochen waren, dürften Goldzähne gestohlen worden sein. Ermittelt wird wegen Störung der Totenruhe
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