Wurde bestohlen: Markus Pollak

© Franz Eder

Mistelbach/Brünn
07/03/2013

Automarder nützten Pkw für Einbruchstouren

Jährlich werden in Österreich Tausende Pkw gestohlen. Ein Betroffener verriet dem KURIER, welche Erfahrungen er dabei machte.

Markus Pollak, Mitarbeiter eines renommierten Bestattungsunternehmens in Mistelbach, trauert um seinen Honda Civic. Das 20 Jahre alte Auto war ihm in der Woche vor Pfingsten gestohlen worden. Seit gestern hat er es wieder. Aber es ist eine Leiche.

Nach einer Verfolgungsjagd konnte die Polizei in Tschechien in der Nähe von Brünn den Pkw sicherstellen und dessen Fahrer verhaften, nachdem sich dieser mit dem Honda in die Botanik verabschiedet hatte.

Der „Lenker“ sitzt inzwischen ebenso in Untersuchungshaft wie ein zweiter Tscheche, der zuvor beim Versuch, Kennzeichen zu stehlen, von der Polizei in Poysdorf verhaftet werden konnte und Hinweise auf den verschollenen Honda liefern konnte.

Wenige Tage nach dem Autodiebstahl rief ein Bekannter Markus Pollak an und beschwerte sich bei ihm, warum er nicht grüße, wenn er ihm mit dem Honda begegne. Pollak: „Die G’frasta sind mit meinem Honda tagelang auf Einbruchstour im Bezirk Mistelbach unterwegs gewesen. Als ihnen der Boden zu heiß wurde, sind sie rüber nach Tschechien.“

Dort entfernten sie die beiden Serienummern aus dem Auto, bauten ein anderes Autoradio und andere Lautsprecher, Subwoofer, ein – vergaßen aber das Pickerl an der Windschutzscheibe zu entfernen. Nur damit gelang es dem Mistelbacher in der Asservatengarage der Polizei in Brünn, sein Eigentum zu indentifizieren. Pollak: „Neben meinem Honda standen Porsches, Ferrari und Aston Martins, die offensichtlich bei der Gumball 3000 (der weltgrößten Ausfahrt für Supercars, Anm.) beschlagnahmt wurden.“

Mit Hilfe des ÖAMTC wurde der Rücktransport des massiv beschädigten Hondas organisiert. Pollak: „Mit dem Auto hab ich seinerzeit meine Frau kennengelernt, die in wenigen Wochen unser Baby erwartet. Wir hängen an dem Fahrzeug, ich glaube aber nicht, dass es sich lohnt, es zu reparieren.“

Indes fahndet die Polizei intensiv nach weiteren involvierten Tätern.

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