August ließ Kassen klingeln

Foto: Markus Wurtz

Während die Nächtigungen im Sommer stiegen, mussten die Badbetreiber maximal ein kleines Minus verbuchen.


Nach dem verregneten Juli befürchteten die Touristiker und Badbetreiber im Waldviertel und in der Wachau eine miserable Sommersaison. Doch der hochsommerliche und trockene August konnte noch einiges retten, sodass die Betriebe eine durchwegs positive Bilanz ziehen können. Während die Bäder maximal ein kleines Minus hinnehmen müssen, sehen die Nächtigungszahlen wesentlich besser aus.

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"Wir haben zwar noch keine August-Zahlen. Doch die Übernachtungen liegen bereits von Mai bis Juli um vier Prozent besser als im Vergleichszeitraum des Vorjahres", sagt Gerwald Hierzi, der Chef der Tourismusagentur "Destination Waldviertel". Alleine im verregneten Juli darf er sich über ein Plus von 6,3 Prozent freuen. "Wer zu uns kommt, der rechnet bereits damit, dass es Regen geben kann. Außerdem gibt es bei uns als Alternativprogramm viel Kunst und Kultur", betont Hierzi. Auffällig sei für ihn, dass es heuer einen eindeutigen Trend zu Wandertourismus gibt. Das bestätigt auch Bernhard Schröder, Chef der Tourismusregion Wachau, der mit dem Welterbesteig Wachau einen neuen Turbo für die positive Nächtigungsentwicklung sieht. "Es ist uns gelungen eine neue Zielgruppe - nämlich die Wanderer - für die Wachau zu begeistern", schildert Schröder.

Leichtes Minus

Foto: Markus Wurtz

Viele Spätsommertage haben die Kremser Badearena vor einem miserablen Saisonergebnis bewahrt. In der Woche von 21. bis 27. August konnte ein Spitzenwert von 13.000 Gäste erzielt werden. "Ganz ausgleichen konnte der August die Bilanz jedoch nicht", erklärt eine Sprecherin im Magistrat. Insgesamt wurde ein Minus von zehn Prozent verzeichnet. Besser ging es den Betreibern des Zwettlbads. Rund 12.000 Gäste im August konnten die Besucherflaute im Juli mehr als ausgleichen. "Insgesamt verbuchten wir 2000 Gäste mehr als im vorigen Sommer", freut sich Josef Zlabinger, der zuständige Stadtrat.

Mit einem blauen Auge ist man im Wachaubad Melk davongekommen. "Wir haben heuer nur um ein paar Tausend Euro weniger eingenommen", sagt Stadtrat Werner Rafetseder. Weniger gut ist die Stimmung bei den Campingplatzbetreibern. "Es war viel weniger los. Jetzt hoffen wir auf das Wintergeschäft", berichtet Franziska Digruber aus Lackenhof, Bezirk Scheibbs.

(kurier) Erstellt am
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