Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

Applaus für modernisierten Bahnhof

Melk hat als Tor zur Wachau eine neue Pforte bekommen: Der umgebaute Bahnhof ist schmuck und komfortabel.

Nicht nur die prächtige Stiftskulisse verleiht dem umgebauten Bahnhof Melk neue Atmosphäre. Die um 22 Millionen Euro sanierte und modernisierte Westbahnstation wurde gestern feierlich eröffnet. Sie wird Pendlern und Touristen dienlich sein.

Den ÖBB dürfte im Zuge der bundesweiten Bahnhofsoffensive in Melk ein nächstes Schmuckstück gelungen sein. Zwei Jahre lang wurde gebaut. Für die Melker sei es kaum zu glauben gewesen, als mitten in der Wirtschaftskrise der Startschuss für das Großprojekt gegeben wurde, erinnerte Melks Bürgermeister Thomas Widrich.

Gebaut wurde an allen Ecken und Enden. Gehalten wurde das geschützte Ambiente des Haupthauses. Überall wurde in den Komfort der Passagiere investiert: Barrierefreiheit durch befahrbare Zugänge und Lifte, unter den Bahnsteigen gibt es nun Durchgänge. Großzügig angelegt ist der Bahnhofsvorplatz, dazu wurde die Park&Ride-Anlage auf 257 Stellplätze aufgestockt.

Die Bahnnutzung sollte für Pendler attraktiver werden und das internationale Verkehrsnetz durch NÖ weiter reüssieren, begründete Landeshauptmann Erwin Pröll, VP, das NÖ-Engagement des Landes für das Projekt. Mit Verkehrsministerin Doris Bures habe es bestes Einvernehmen gegeben. Ministerin Bures und ÖBB-Vorstand Franz Seiser verwiesen auf die aktuellen Streckenverbesserungen auf der Westbahn und die Bahnhofsoffensive. Als Gratulantin trat Ellen Kery von der EU-Kommission auf. 3,4 Mio. ? Förderung war Brüssel der Umbau an der transeuropäischen Achse wert.

Vor dem Festakt brachten Melker Grünpolitiker nicht nur ihre Freude über die Bahnaktivitäten zum Ausdruck. Dutzende Güterzüge, würden nun vor allem nachts die sanierte Strecke durch die Stadt und nicht die HL-Umfahrung nutzen, "der Lärm hat enorm zugenommen", sagte Grün-Mann Emmerich Weiderbauer. Das Transparent musste er wieder einrollen. Doch auch Bürgermeister Widrich sagte, dass man wachsam sein wird, damit die Stadtroute nicht zur Ausweichstrecke für laute Güterzüge mutiert.