Chronik | Niederösterreich
01.10.2018

Apfelsaft pressen für Kinderhospiz

Landjugendgruppen brachten bei Projektmarathon Tausende freiwillige Arbeitsstunden ein

Das viele Obst, das heuer wegen einer besonders üppigen Ernte in den Gärten zu verfaulen droht, ist Johann Weingartner, Bürgermeister von Euratsfeld, ein Dorn im Auge. Da kam ihm der Projektmarathon der Landjugend gerade recht. 5000 Kilo Äpfel sollten die Jugendlichen ernten und für jeden Euratsfelder Bürger einen Liter Apfelsaft daraus pressen, lautete eine seiner Aufgaben für den Projektmarathon.

So wie in Euratsfeld herrschte am Wochenende in vielen Gemeinden Wettkampfstimmung. Bürgermeister haben ihren Jugendgruppen, die sich dazu bereit erklärten, unterschiedlichste Aufgaben gestellt, die sie in der Marathonszeit von knapp über 42 Stunden erledigen sollen. Hunderte opferten dafür ihre Freizeit. Allein im Mostviertel waren am vergangenen Wochenende 26 Gruppen im Einsatz.

In Purgstall wurde beispielsweise eine Sitzterrasse beim Schulzentrum gezimmert, in Göstling verziert nun ein überdimensionaler hölzerner Sonnenschirm das Ortszentrum. In Neustadtl wiederum stellte Ortschef Franz Kriener seine Jungend vor die Herausforderung, ein ganzes Haus, das 50 Vereinen als Freizeitanlage dienen wird, aufzustellen. Das Bauholz für das neue Gebäude war vorbereitet, doch insgesamt 60 Jugendliche mit Qualifikationen vom Zimmermann bis zum Installateur standen im Einsatz, berichtet Landjugend-Sprecherin Theresa Buchberger. Sonntagnachmittag konnte ihr Team schon zum Vereinsfest laden.

3000 Liter

Gefeiert wurde auch in Euratsfeld bei einem Obsterntefest am Marktplatz. Auch dank der Unterstützung des Obstbetriebes Datzberger hatte die Jugend 3000 Literflaschen pasteurisierten Apfelsaft auf Paletten gestapelt. „Eine Palette haben wir sofort verkauft. Auch für den Rest gibt es eine große Nachfrage“, so Landjugendobfrau Katrin Zahnt. Den Reinerlös aus dem Verkauf wird die Jugend dem Kinderhospiz „Hilde-Umdasch-Haus“ in Amstetten spenden.