Anrainer fürchten Verkehrslärm

Während die Info-Kampagne zur Stupa-Volksbefragung anläuft, wehren sich zukünftige Anrainer. Sie fürchten Lärm.

Voll angelaufen ist die Informationskampagne zum geplanten buddhistischen Friedensdenkmal in Gföhl, Bezirk Krems. Initiatoren und Befürworter verteilen heute einen gemeinsamen Postwurf. Der zukünftige Leiter, der buddhistische Mönch Bob Jon Sunim, tourt durch NÖ und heute Abend findet die erste Informationsveranstaltung statt. Unabhängig wehren sich zukünftige Anrainer der Anlage. Aus Angst vor zusätzlicher Lärmbelästigung durch zufahrende Autos.

Wie berichtet, findet am 12. Februar eine Volksbefragung statt, in der die Gföhler Bürger darüber entscheiden, ob das Grundstück für den buddhistischen Bau – Stupa genannt – umgewidmet werden soll. Erst danach will die Lotos-Lindmayer Stiftung als Bauträger die Planung in Auftrag geben. Im Vorfeld gibt es Informationen: Am Montag um 19 Uhr werden bei einem Wirtschaftsempfang im Rathaussaal wirtschaftliche Aspekte des Baus dargelegt. Am Freitag geht es – ebenfalls um 19 Uhr im Rathaussaal – um das Miteinander von Buddhismus und Christentum.

Aufregung

Indessen planen einige Bewohner der alten Langenloiser Straße – betroffen etwa ein Dutzend Häuser – den Aufstand. Die zukünftigen Anrainer des Stupa fordern, dass auf ihre durch die nahe B 37 bereits hohe Lärmbelastung Rücksicht genommen wird. Sie haben bei Bürgermeister Karl Simlinger vorgesprochen und den Organisatoren einen anderen Platz in Gföhl vorgeschlagen. Simlinger: "Ich höre ein Gerücht, dass die Gemeinde zum Bau 80.000 Euro beiträgt. Das stimmt nicht."

Stiftungschefin Elisabeth Lindmayer erklärt: "Sunim, die Gemeinde Gföhl und unser Stupa-Team haben sorgfältig lange gefühlt und geprüft, Grundstücke besichtigt, und letztendlich entschieden, dass das Grundstück, um das es bei der Volksbefragung geht, am geeignetsten ist. Auch mit den angrenzenden Nachbarn gab es freundliche Gespräche. Wir möchten sehr viel Rücksicht auf die Anrainer nehmen der geplante Parkplatz wird noch dazu verkleinert." Zur Lärmbelastung ergänzt Lindmayer: "Wenn am Tag einige Autos kommen, wird es sicherlich niemanden stören. Der Weg zum Stupa soll ein ruhiger Pilgerweg werden."

( Kurier ) Erstellt am 16.01.2012