Alte Rinderhalle als Wertanlage

© Wolfgang Atzenhofer

Alte Rinderhalle als Wertanlage
08/03/2012

Alte Rinderhalle als Wertanlage

Vorerst verworfen hat der NÖ Rinderverband seine Pläne das aufgelassene 1,5 Hektar große Areal rund um die Viehversteigerungshalle in Amstetten zu verkaufen. Über Vermietungen soll Geld zur Zinstilgung für den Neubau in Bergland eingespielt werden.

von Wolfgang Atzenhofer

Aus dem einst größten Rinderumschlagplatz Österreichs in Amstetten soll nun ein Oldtimer-Zentrum und ein Gesundheitscenter werden. Der NÖ Rinderzuchtverband hat seine Pläne rund um das 1,5 Hektar große Areal bei der alten Versteigerungshalle geändert. Ein Verkauf zum Billigtarif wurde ad acta gelegt, Hallen und Gelände sollen vermietet werden.

„Wir wissen, was das Grundstück wert ist. Das Angebot der Stadtgemeinde wurde dem bei Weitem nicht gerecht“, sagt Friedrich Führer, Geschäftsführer des Rinderzuchtverbandes. Der Verband sitzt in der Widmungsklemme, weil die NÖ Raumordnung und damit auch die Stadt das Gelände nicht für eine Einkaufs- oder Baumarktcenter umwidmen können. In das 6,5 Millionen Euro schwere Baubudget für die in Bergland, Bezirk Melk, neu errichtete Rindervermarktungszentrale war der Verkaufserlös aber fix eingerechnet. „Das ist kein Malheur. Jetzt schauen wir eben, dass wir durch Vermietung Einnahmen haben und bleiben Eigentümer“, erklärt Führer. Durch den außerordentlich guten Geschäftsgang und eine günstige Zinsentwicklung sei die Finanzierung des Berglandcenters auch ohne den Verkaufserlös in Amstetten möglich.

Signale

Amstettens Bürgermeisterin Ursula Puchebner, SPÖ, kann sich mit den neuen Nutzungsplänen in der Ex-Versteigerungshalle und den früheren Stallungen jedenfalls identifizieren. „Sowohl das Oldtimermuseum, als auch das Gesundheitszentrum wären für uns grundsätzlich akzeptabel“, sagt sie. Jetzt sollen entsprechende Konzepte auf den Tisch. Auch über mögliche Grundtausch-Aktionen mit der Stadt und umliegenden Sportanlage-Betreibern könne man reden, sagt Führer. Schade sei, das aus dem Gelände nun ein Patchwork-Projekt werde, die Gesprächsbasis mit der Bürgermeisterin sei aber weiterhin gut, meint der Rindermanager.

Konkret will ein Oldtimerverein aus Enns hochklassige Automobil-Veteranen in den Hallen einstellen. Schon seit Juni sind derartige Boliden in den ehemaligen Rinderboxen geparkt. Ob der Verband für das Gesundheitsprojekt Grund verkauft oder ein Baurecht vergibt, ist laut Führer noch nicht geklärt.

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