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Chronik Niederösterreich
09/30/2012

Alarm: Erneut Feuer in Wohnhaus

Eine brennende Tür und ein verrauchtes Stiegenhaus bedeuteten für die Bewohner eines Mehrparteienhauses in Wiener Neustadt höchste Gefahr. Die Polizei ermittelt.

von Wolfgang Atzenhofer

Der Brand des City-Lokals "Clumsy’s", bei dem sie  in der Vorwoche einen Bewusstlosen fanden, der wenige Tage später im Spital starb, steckt den Feuerwehrleuten in Wiener Neustadt noch in den Knochen. Mit allen verfügbaren Kräften rückten die Retter deshalb Freitagabend zu einem Feuer in einem Mehrparteienhaus in der Grazer Straße an. Dort fanden sie erneut eine äußerst gefährliche Situation vor. Diesmal dürfte ein Brandstifter am Werk gewesen sein.

Als die Feuerwehr mit fünf Fahrzeugen beim Wohnhaus ankam, war das Stiegenhaus bereits stark verraucht. Weil Rauchschwaden aus den Fenstern der oberen Stockwerke  drangen, wurde auch mit einem Dachstuhlbrand gerechnet. Tatsächlich brannte es aber im Stiegenhaus des Erdgeschoßes. Dort hatten die Flammen auch bereits auf die Eingangstür einer Wohnung übergegriffen.

Rauch

Die Trupps begannen sofort mit den Löscharbeiten, dennoch kam es zu dramatischen Situationen, weil Bewohner aus Wohnungen in den oberen Geschoßen durch das verrauchte Stiegenhaus flüchteten. Letztendlich  erlitt tatsächlich eine Person eine Rauchgasvergiftung und musste ins Spital Wiener Neustadt eingeliefert werden. Auch der 68-jährige Besitzer der Wohnung, deren  Tür Feuer gefangen hatte, verletzte sich sich bei der Flucht. Er zog sich leichte Verbrennungen an den Händen zu. Gestern hatten laut Auskunft der Polizei beide Verletzten das Krankenhaus bereits wieder verlassen können.

Als mögliche Brandursache schöpften die Ermittler der Polizei  noch Freitagnacht einen schweren Verdacht. "Es dürfte mit größter Wahrscheinlichkeit Brandstiftung im Spiel sein", hieß es Samstagnachmittag. Auch einen Tatverdächtigen hatte die Exekutive schon im Visier. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, wollte man dazu aber noch keine Auskünfte geben.

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