Management der Mostviertler Zukunftsakademie

© KURIER/Wolfgang Atzenhofer

Mostviertel
12/03/2015

Akademie lässt Master daheim ausbilden

Zukunftsakademie sorgt für regionale "Eigenbau-Uni".

von Wolfgang Atzenhofer

Vom Notfallplan zum Vorzeigeprojekt. So lässt sich die Entwicklung der Zukunftsakademie Mostviertel beschreiben. Nachdem klar war, dass eine universitäre Ausbildungsstätte für Technik in der Region politisch nicht machbar ist, gründeten namhafte Großbetriebe 2009 die Zukunftsakademie (ZAM). Akademische Weiterbildung und gemeinsame Forschung waren Vorsätze, die mittlerweile zum Teil beispielhaft umgesetzt wurden.
Es sei für die Region eine Hürde, dass bestens ausgebildete junge Leute von Universitätsstädten abgesaugt werden, meinte Umdasch-Generaldirektor und ZAM-Obmann Alfred Ludwig. Mit der Schaffung eines modularen Weiterbildungssystems, dass berufsbegleitend unter anderem fünf akademische Lehrgänge und sogar drei Masterlehrgänge mit 60 Studierenden ausweist, sei ein Meilenstein gelungen, schilderte Ludwig weiters. Der ZAM, die seit 2102 von der NÖ-Agentur Eco-Plus betreut wird, gehören 110 Betriebe an. Mehr als 450 Mitarbeiter dieser Betriebe haben bislang an acht Lehrgängen, 950 an Technologieseninaren und 1500 an 21 Bildungs-, Verkaufs- und Techno-Foren teilgenommen. Bei den gemeinsamen Forschungsaktivitäten großer Weltmarkt-Topfirmen, wie Welser, Umdasch, Lisec oder Zkw gilt die Oberflächenforschung als Vorzeigeprojekt.

Strategie Die ZAM sei ein wichtigen Bestandteil der NÖ Forschungsstrategie geworden und ein wichtiges Segment in der Technologie-Entwicklung des Mostviertels, sagte Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav.
Die Chance auf Weiterbildung in der Region ist ein großer Vorteil für Betriebe und deren Angestellte betonte die Eco-Plus-Vizeaufsichtsratschefin Michaela Hinterholzer. Die Verbindung zu den regionalen Wirtschaftsparks der zwischen Eco-Plus und ZAM beschere zudem günstige Synergien.

2016 gibt es die ersten ZAM Masterkursabgänger. Die viersemestrige Ausbildung in Kooperation mit den FH’s in Wiener Neustadt und Wieselburg kostet pro Semester 3500 bis 4000 Euro für jeden Teilnehmer. 75 Prozent der Studierenden gaben in einer Befragung an, dass sie mit der akademischen Weiterbildung nicht begonnen hätten, wenn die berufsbegleitenden Kurse nicht in der Region stattgefunden hätten, berichtete Obmann Ludwig. Stolz ist der darauf, dass die Teilnehmer zu 100 Prozent mit den vermittelten Lehrinhalten zufrieden waren. Das Kursprogramm der ZAM ist unter www.zukunftsakademie.or.at abrufbar.

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