© Martin Bauer

Chronik Niederösterreich
08/17/2021

Abwasser sorgte für Fischsterben bei Wiener Neustadt

Laborergebnisse liegen nach vier Wochen vor. Erhöhte Werte von Nitrit, Stickstoff und Phosphor festgestellt. Suche nach Verursacher läuft.

von Patrick Wammerl

Ein Monat nach dem verheerenden Fischsterben in der Warmen Fischa bei Wiener Neustadt steht die Ursache nun fest. Tausende Fische, vorwiegend Bach- und Regenforellen, starben, weil Abwasser in den Fluss geraten war.

Laut der Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt liegen seit Dienstag die Laborergebnisse der Wasserproben vor. "Demnach starben die Fische an Sauerstoffmangel. Es wurden erhöhte Nitritwerte, wie man sie von Abwässern kennt, im Wasser festgestellt", bestätigt Bezirkshauptmann Markus Sauer gegenüber dem KURIER.

Die Proben seien am 17. Juli unmittelbar nach der Sichtung Tausender verendeter Fische genommen worden. Dabei wurden auch erhöhte Werte von Phosphor und Stickstoff registriert. Bei Kontrollmessungen einige Tage später war die Verunreinigung nicht mehr feststellbar, erklärt Sauer.

Als möglicher Verursacher für die Verunreinigung gilt die Kläranlage des Abwasserverbandes Wiener Neustadt-Süd. Durch starke Regenfälle und Unwetter in dem Zeitraum könnte verunreinigtes Wasser in die Warme Fischa geraten sein. Ermittlungen der nö. Landesregierung und der Polizei dazu sind noch im Gange. 

Nach den starken Regenfällen am Wochenende um den 17. und 18. Juli waren in der Warmen Fischa zwischen Wiener Neustadt und Eggendorf Tausende verendete Fische entdeckt worden.

Wie der zuständige Fischereiaufseher der Österreichischen Fischereigesellschaft, Martin Bauer, schätzt, sind etwa 80 bis 90 Prozent des Fischbestandes auf dem rund neun Kilometer langen Flussabschnitt dabei vernichtet worden. „Wir haben in dem Bereich sieben Kraftwerksanlagen. Bei nur einer einzigen Wehr haben wir 600 verendete Fische gefunden“, erklärt Bauer. Darunter waren vorwiegend Bachforellen, aber auch Regenbogenforellen und Äschen.

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