Absage für gewerbliche Clubbings

Donauhalle Tulln, Clubbing, BH verwehrt Ausschank…
Foto: Privat Donauhalle Tulln, Clubbing, BH verwehrt Ausschank

Tauziehen um Clubbings im Tullner Messezentrum hält an. Der RFJ legt jetzt eine Unterschriftenliste vor.

Knapp 500 Unterschriften habe er schon gesammelt. Und mindestens 500 weitere sollen noch folgen. Andreas Bors, Bezirkschef des Rings Freiheitlicher Jugend (RFJ) in Tulln setzt sich dafür ein, dass auch gewerbliche Betreiber in den Messehallen in Tulln Clubbings veranstalten dürfen.

Wie der KURIER berichtete, dürfen seit Dezember nur noch gemeinnützige Vereine – zu denen auch Sportvereine zählen – Clubbings in den Messehallen veranstalten. Gewerblichen Betreibern sind derartige Events  mittlerweile untersagt, weil die dafür erforderliche Betriebsanlagengenehmigung fehlt. Um diese zu erhalten,  müsste aber massiv in Belüftungen, Fluchtwege und Sanitäranlagen investiert werden.

Genau das fordert Andreas Bors vom Ring Freiheitlicher Jugend, der in der nächsten Gemeinderatssitzung einen Initiativantrag samt Unterschriftenliste einbringen will: „Es müssen gleiche Voraussetzungen für Vereine und Unternehmen geschaffen werden“, sagt Bors. Mit der Unterschriftenliste wolle man erreichen, „dass die verantwortlichen Personen das Anliegen der Jugend endlich ernst nehmen“, sagt  Bors.

Klares „Nein“

Vom Tullner Bürgermeister Peter Eisenschenk gibt es dazu eine klare Absage. Eisenschenk habe zwar „den Eindruck, dass wir ein gemeinsames Ziel haben“, aber Bors würden „grundlegende Informationen fehlen“. Von den rund 20 Clubbings, die pro Jahr in den Messehallen stattfinden, würden nur rund fünf von gewerblichen Betreibern organisiert. Teure Investitionen würden sich daher  nicht lohnen. „Wir müssten mindestens 1,2  Millionen  Euro investierten“, sagt Eisenschenk. Nach seinen Berechnungen müsste die Stadt – angenommen es  finden  fünf gewerblichen Clubbings pro Jahr statt – die investierten 1,2 Millionen Euro 80 Jahre lang zurückzahlen. „Und das werden wir mit Sicherheit nicht tun.“

Ein Initiativantrag im Gemeinderat ist laut Eisenschenk nicht sinnvoll: „Der Gemeinderat kann ja schließlich nicht über Gewerbegesetze abstimmen.“

(KURIER) Erstellt am
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