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Chronik Niederösterreich
11/11/2020

72 Millionen Euro für neue Ausbildungsplätze in NÖ

Das Land am Mittwoch hat die Arbeitsmarktstrategie für die kommenden Jahre präsentiert.

von Johannes Weichhart

Die am Mittwoch vorgestellte niederösterreichische Arbeitsmarktstrategie 2021-2027 setzt besonders auf verstärkte Qualifizierung, verbesserte Kompetenzorientierung und einen leichteren Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt.

„Für das kommende Jahr 2021 werden wir daher seitens des Landes Niederösterreich mehr als 16 Mio. Euro für 18 Beschäftigungsprojekte investieren“, erklärte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).

Das Arbeitsmarktservice (AMS) Niederösterreich soll zudem im Rahmen der Corona-Arbeitsstiftung des Bundes 72 Millionen Euro in ein Qualifizierungspaket investieren, um beim Fehlschlagen einer „raschen und konsequenten Vermittlung“ auszuhelfen.

Investition

2021 sollen so 17.000 weitere Aus- und Weiterbildungsplätze in Niederösterreich bereitgestellt werden, 6.000 davon sollen für Beschäftigte in niederösterreichischen Unternehmen zur Verfügung stehen.

„Zentrales Instrument, um Langzeitarbeitslosigkeit einzudämmen, ist rasche und konsequente Vermittlung“, betonte AMS-Landesgeschäftsführer Sven Hergovich.

Zudem sollen 13.000 Plätze in externen Beratungs- und Betreuungseinrichtungen zugekauft werden, um eine rasche Arbeitsaufnahme nach Kursende zu garantieren. „Hier bekommen Jobsuchende Beratung vor und Begleitung während der Ausbildung sowie Unterstützung beim Berufseinstieg“, so Hergovich.

„Wir erarbeiten aktuell ein Analyseprogramm, das Stärken und Talente der Menschen hervorstreicht und damit ein möglicher Wegweiser für eine beruflichen Um- oder Neuorientierung sein soll“, berichtete auch Arbeitslandesrat Martin Eichtinger (ÖVP). Mit der Bildungsförderung des Landes unterstütze man zudem die Umschulung im Pflegebereich mit bis zu 2.500 Euro.

Ruf nach Berufsorientierung neu

„Wir können es uns nicht leisten, auf die persönlichen Stärken eines jeden einzelnen zu verzichten“, fügte Markus Wieser, Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich, hinzu. Er forderte abermals, die Berufsorientierung in der siebenten und achten Schulstufe zu einem eigenen Unterrichtsgegenstand zu machen.

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