Chronik | Niederösterreich
16.01.2012

250 Kilo schwerer Hirsch aus Brunnen gerettet

Droß – Feuerwehr und Nachbarn halfen bei schwieriger Bergungsaktion

Zu einer dramatischen Rettungsaktion kam es Donnerstag am frühen Abend in einem Wildgatter in Droß, Bezirk Krems: Rothirsch „Burli“, ein ungerader Sechzehnender (fünfzehn Spitzen) hatte einen Zaun durchbrochen und war zweieinhalb Meter tief in einen Brunnen gestürzt. Mehrere Stunden brauchten Feuerwehrleute und weitere Helfer, um das Tier aus dem Schacht zu bergen – was schließlich gelang.

„Das war eine Aufregung, ich bin noch ganz fertig“, erzählte Wildgatter-Betreiber Alois Sisa dem KURIER. Er sei erst kürzlich aus dem Krankenhaus zurückgekehrt, deshalb sei der neu angelegte Brunnen auf dem Gelände noch nicht geschlossen gewesen. „Die Bergung war gefährlich, der Hirsch kann einem die Enden des großen Geweihs jederzeit durch den Körper stoßen“, erzählt Sisa. Schließlich sei es ihm gelungen, den Großteil des Maschenzaunes, der sich im Geweih verfangen hatte, herunter zu schneiden. „Dann haben wir ein Seil am Geweih befestigt und den Hirsch mit einem Hubstapler heraus gezogen. Zum Glück ist er unverletzt, nur ein kleines Stück Zaun ist noch oben“, erzählt der Besitzer. Der Rothirsch ist der ganze Stolz des Mannes, der Rotwild und andere Tiere züchtet.