22-Jähriger will Tomahawk heißen

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Ein Student kämpft um eine Namensänderung. Die Behörden lehnten den ungewöhnlichen indianischen Namen ab.

Er hat in seinem Leben einen großen Wandel durchlebt und sich zu einem völlig neuen Menschen entwickelt. Eine Namensänderung sei deshalb nur der „letzte Schritt“ gewesen, erzählt der 22-Jährige aus Baden, der seinen Nachnamen in Tomahawk umändern will. Die indianische Axt werde fälschlicherweise als Waffe angesehen: „Für mich bedeutet es Werkzeug, Frieden und Allzweck. Es war das Schweizer Messer seiner Zeit.“

Drei Jahre lang kämpfte der Student um die Umbenennung seines Vornamens in einen kraftvollen Tiernamen. 2010 wurde die Änderung schließlich genehmigt. Und obwohl er damit keine schlechten Erfahrungen gemacht hat, will der 22-Jährige seinen neuen Vornamen nicht der Öffentlichkeit preisgeben.

An der Umänderung seines Familiennamens in Tomahawk ist der Student bisher gescheitert. Grund dafür ist das Namensänderungsgesetz. Es sieht vor, Namen nur in „im Inland gebräuchliche Namen“ umzuändern. Leblose Gegenstände sind davon ausgeschlossen. Um den – wie er sagt – „Glücksstatus zu 100 Prozent“ zu erreichen, bleibt dem 22-Jährigen nur noch der Gang zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Aufgeben will er jedenfalls nicht.

( Kurier ) Erstellt am 11.01.2012