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Trinkwasser in Kärntner Gemeinde verunreinigt: 800 Haushalte betroffen

Die nächste Wasserbeprobung findet am Montag statt. Starker Regen ging der Verunreinigung voraus.
Ein einzelner Wassertropfen hängt an der Spitze eines dunklen Wasserhahns.

Eine Verunreinigung des Wassers der Trinkwasserversorgungsanlage Döbriach ist in der Gemeinde Radenthein (Bezirk Spittal/Drau) festgestellt worden. Der Obmann der Wassergenossenschaft, Michael Ertler, bestätigte gegenüber der APA einen Bericht der "Kleinen Zeitung". 

Die an das Leitungsnetz angeschlossenen rund 800 Haushalte wurden aufgerufen, das Trinkwasser vor der Verwendung mindestens drei Minuten lang abzukochen. Am Montag werde eine neuerliche Wasserprobe genommen.

Zuversicht

Das Trinkwasser aus dem Leitungsnetz der Wassergenossenschaft Döbriach hat nach starken Regenfällen den mikrobiologischen Parameter bei den Kolibakterien überschritten. Die Gemeinde kündigte an, die Bevölkerung nach der nächsten Wasserprobenentnahme am Montag zu informieren. Er hoffe, dass bei dieser Überprüfung dann wieder alle Werte passen und die Wassergenossenschaft zeitnah Entwarnung geben könne, gab sich Ertler gegenüber der APA zuversichtlich.

In Österreich gilt laut der Trinkwasserverordnung bei der bakteriellen Untersuchung des Trinkwassers für Kolibakterien (Escherichia coli oder kurz E. coli) ein Grenzwert von null. Um diesen zu erreichen, dürfen in 100 Milliliter Wasser keine Keime enthalten sein. 

Das Trinken von mit Kolibakterien verunreinigtem Wasser kann zu Magen-Darm-Erkrankungen mit Durchfall, Erbrechen und Fieber führen. Wird ein positiver Befund festgestellt, muss das Wasser mindestens drei Minuten bei sprudelnder Hitze gekocht werden.

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