Wasserknappheit in Kärnten: „Wir müssen vielleicht abdrehen“
Wartungsarbeiten legen die Fernwärme einige Zeit lahm.
Zusammenfassung
- Kärnten leidet unter einer anhaltenden Hitzewelle ohne Regen, wodurch in Stall im Mölltal die Wasserreserven der örtlichen Wassergenossenschaft rasch schrumpfen.
- Die Bevölkerung wurde aufgefordert, keine Gärten mehr zu gießen und keine Pools zu befüllen, da die Hochbehälter mit 200 Kubikmetern derzeit zu rund 80 Prozent pro Tag verbraucht werden.
- Sollte sich die Lage weiter zuspitzen, könnten laut Wassergenossenschaft stundenweise Wasserabschaltungen nötig werden, während die Wetterprognose keine Entspannung verspricht.
Kärnten ächzt unter einer massiven Hitzewelle, Regen bleibt aus. Die Folgen werden immer spürbarer: In Stall im Mölltal hat die örtliche Wassergenossenschaft die Bevölkerung aufgerufen, Gärten nicht mehr zu gießen und keine Pools zu befüllen. Die Wasserreserven schwinden rapide.
„Wir haben 200 Kubikmeter Wasservermögen in unseren Hochbehältern. So wie es derzeit ist, verbrauchen wir circa 80 Prozent am Tag“, erklärt Hans Prentner, stellvertretender Obmann der Wassergenossenschaft gegenüber dem ORF.
„Dann geht überhaupt nichts mehr“
Auch in der Nacht wird reger Wasserverbrauch registriert: Das sei laut Prentner auf „Beregner, die auch in der Nacht laufen“ zurückzuführen bzw. würden Leute ihre Pools in der Nacht wieder auffüllen.
Die Situation sei mittlerweile derart angespannt, dass die Genossenschaft über drastische Maßnahmen nachdenkt: „Die letzte Konsequenz wäre natürlich, dass wir vielleicht einmal abdrehen müssten, stundenweise. Aber das heißt natürlich, dass dann überhaupt nichts mehr geht. Dann gibt es kein Brauchwasser mehr und auch natürlich für die Beregner nichts mehr. Aber ich denke, die Vernunft wird siegen.“
Die Wetteraussichten der nächsten Tage versprechen keine Besserung oder Entspannung. Die Temperaturen bleiben hoch, nennenswerter Regen ist nicht in Aussicht.
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