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Bahnstrecke Friaul-Kärnten wird für einen Monat gesperrt

Region Friaul stellt drei Millionen Euro für betroffene Bahngesellschaften bereit - Anträge können noch bis 20. August gestellt werden.
Zuggleise

Zusammenfassung

  • Die Bahnstrecke zwischen Thörl-Maglern und der Provinz Udine wird wegen Bauarbeiten vom 22. August bis 20. September 2026 vollständig gesperrt.
  • Friaul-Julisch Venetien stellt drei Millionen Euro für betroffene Eisenbahnunternehmen bereit, um Mehrkosten durch Umleitungen abzufedern; Anträge sind bis 20. August 2026 möglich.
  • Bis 2028 sind weitere Sperren geplant, was vor allem den Güterverkehr und die Anbindung des Hafens Triest an Mitteleuropa belastet.

Wegen umfangreicher Bauarbeiten wird die Bahnverbindung im österreichisch-italienischen Grenzgebiet zwischen Thörl-Maglern und der Provinz Udine in Friaul-Julisch Venetien für knapp einen Monat vollständig gesperrt. Die Sperrung soll vom 22. August bis zum 20. September 2026 dauern. Grund sind Arbeiten des italienischen Bahnnetzbetreibers Rete Ferroviaria Italiana (RFI).

Für den Güterverkehr bedeutet dies längere und teurere Umleitungen, insbesondere über die Brennerstrecke. Die Regionalregierung von Friaul-Julisch Venetien stellt deshalb drei Millionen Euro bereit, um Eisenbahnunternehmen bei den zusätzlichen Kosten zu unterstützen. „Wir wollen verhindern, dass steigende Kosten und längere Fahrzeiten dazu führen, dass Güter von der Schiene auf die Straße verlagert werden“, sagte die regionale Infrastruktur- und Verkehrsbeauftragte der Region Friaul, Cristina Amirante.

Hilfszahlungen können noch beantragt werden

Die Hilfszahlung kann sich auf die gesamte notwendige Umleitungsstrecke einschließlich internationaler Abschnitte erstrecken. Voraussetzung ist, dass die alternative Route tatsächlich zur Umgehung der gesperrten Verbindung dient. Interessierte Eisenbahnunternehmen müssen ihre Anträge bis zum 20. August 2026 einreichen. Die Maßnahme soll insbesondere die Verkehrsverbindungen zu den Häfen und Logistikzentren der Region Friaul sichern.

Friaul-Julisch Venetien sei ein wichtiger Knotenpunkt im europäischen Verkehrsnetz, erklärte Amirante. Ein wettbewerbsfähiger Schienengüterverkehr sei daher ein wesentlicher Bestandteil der internationalen Verkehrs- und Logistikanbindung der Region.

Immer wieder Unterbrechungen bis 2028

Die Bahnstrecke zwischen Udine und Tarvis wird bis 2028 immer wieder unterbrochen. Grund sind umfangreiche Infrastrukturarbeiten. Weitere Unterbrechungen wegen umfangreichen Arbeiten sind bereits vorgesehen: 44 Tage im Jahr 2027 vom 26. Mai bis zum 9. Juli sowie eine dreimonatige Sperre vom 1. September bis zum 30. November 2028. Die Logistik- und Industrieunternehmen sind besorgt. Die Sperren betreffen sowohl den Personen- als auch den Güterverkehr.

Für die Wirtschaft der Region Friaul stellen die Arbeiten eine erhebliche Belastung dar. Die Strecke über Tarvis ist die wichtigste Eisenbahnverbindung des Hafens von Triest nach Mitteleuropa. Rund 80 Prozent des Schienengüterverkehrs des Hafens verlaufen über diesen Korridor. Besonders betroffen sind Handelsströme nach Österreich, Deutschland sowie in mehrere Staaten Osteuropas.

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