Chronik | Burgenland
29.03.2018

Zweiter Überfall auf ein Wettbüro innerhalb einer Woche

Der Täter entkam auch diesmal mit einem niedrigen vierstelligen Eurobetrag, verletzt wurde niemand

Nicht einmal eine Woche nach dem Überfall auf ein Wettbüro in Eisenstadt, war das Lokal in der Mattersburgerstraße Mittwochnacht schon wieder Schauplatz einer Straftat: Ein maskierter Mann betrat gegen 21.20 Uhr mit einer Pistole bewaffnet das Wettbüro der Firma Admiral. Bereits im Eingangsbereich bedrohte der Täter einen 18 Jahre alten Kunden aus dem Bezirk Eisenstadt. In weiterer Folge richtete er die Waffe gegen den 34-jährigen Kellner des Wettbüros und forderte Bargeld. Der Angestellte gab einen niedrigen vierstelligen Bargeldbetrag heraus, den der Täter in eine mitgebrachte gelbe Plastiktasche steckte. Anschließend flüchtete der Räuber über die angrenzende Tankstelle in unbekannte Richtung.  Der Kunde rief die Polizei. Es wurde eine Alarmfahndung für Eisenstadt und die angrenzenden Bezirke samt Hubschraubereinsatz und Polizeidiensthundestreife ausgelöst, diese verlief aber ergebnislos.

Laut Angaben der bedrohten Personen handelt es sich bei dem Täter um einen ca. 170-175 cm großen Mann von schlanker Statur. Er war bekleidet mit schwarzer Hose und Jacke sowie hellen Schuhen. Weiters trug er eine schwarze Gesichtsmaske und helle Handschuhe.

Bei der Waffe handelte es sich augenscheinlich um eine schwarze Pistole mit kurzem Lauf. Verletzt wurde niemand. Ob es sich auch diesmal nur um eine Schreckschusspistole handelte, ist offen. Während des Überfalls waren nur der Kellner und der 18-jährige Kunde im Lokal anwesend. Die Auswertung der Spurensicherung ist im Gange.

Ob ein Zusammenhang zu dem Überfall am vergangenen Donnerstag besteht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen, sagte Polizeisprecher Gerald Pangl. Der KURIER erfuhr aber aus anderer Quelle, dass es sich wohl um ein und denselben Täter handeln dürfte. Wenn dem so ist, hat der Mann "dazugelernt" - denn beim ersten Versuch vor nicht einmal einer Woche hatte der Räuber die "Waffe" auf den Tresen gelegt, woraufhin sie der Admiral-Mitarbeiter an sich nehmen konnte.

Sachdienliche Hinweise an das Landeskriminalamt werden unter 059133 103333 erbeten.