LH Niessl und Minister Doskozil verabschiedeten Oberst Petermann.

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Bundesheer
03/06/2017

Zweiter Mann hat auch an der Spitze gute Figur gemacht

Der stellvertretende Militärkommandant Gerhard Petermann geht nach 42 Jahren in Pension.

von Thomas Orovits

Wenn‘s am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören. Insofern hat es Oberst Gerhard Petermann doch noch ganz gut getroffen. Denn in den Jahren 2013 bis 2015 sei es mit dem Bundesheer "bergab gegangen" und er habe sich damals manchmal gedacht, dass es jetzt "Zeit sein könnte, in Pension zu gehen", erzählt der 62-jährige stellvertretende Militärkommandant des Burgenlandes im KURIER-Gespräch. Aber seit Hans Peter Doskozil das Verteidigungsministerium führt, "geht‘s wieder aufwärts". Petermann: "Das ist wie der Umstieg vom Puch zum Ferrari".

Die Wertschätzung dürfte auf Gegenseitigkeit beruhen, denn der Minister war am Freitag nach St. Margarethen gekommen, um Petermann im Rahmen der Angelobung von 180 Rekruten des Jägerbataillons 19 und des Kommandos Logistik zu verabschieden. Offiziell geht der Berufsoffizier Ende März in Pension, jetzt wird Urlaub abgebaut.

Der gebürtige Jennersdorfer Petermann, der in Heiligenkreuz aufgewachsen ist, kam 1975 als Rekrut zum Bundesheer. "Vierzehn Tage vor dem Abrüsten habe ich mich entschieden dabeizubleiben", blickt der drahtige Schnauzbartträger zurück. Entscheidend waren "klasse Ausbildner". 1988 wurde er nach Eisenstadt versetzt, wo er 2006 zum Stellvertreter von Militärkommandant Johann Luif ernannt wurde. Weil Luif für EU-Militärmissionen seinen Dienstort zweimal auf den Balkan verlegte, war Petermann ab 2011 und dann wieder ab 2015 erster Mann im Militärkommando. "2011 wurde der Assistenzeinsatz an der Grenze beendet, 2015 haben wir wieder einen neuen begonnen", sagt Petermann schmunzelnd.

Auslandseinsatz

Petermann war 1990 als Kompaniekommandant bei Österreichs UNO-Mission am Golan. Ein zweiter Einsatz "hat sich leider nicht ergeben". Dafür waren acht Jahre als Kommandant des Jägerbataillons 43 "eine schöne Zeit". Noch schöner waren vielleicht sieben Jahre als Obmann beim Fußball-Landesligisten St. Margarethen, wo Petermann seit 1991 lebt. Denn die Liebe zum Fußball ist noch älter als die zum Militär. "Mein Vater hat mich immer auf den Fußballplatz mitgenommen".

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