Wieder Einbruch in Café: „Das Dutzend ist voll“

Gustav Gamauf
Foto: ROLAND PITTNER/Roland Pittner Diese Tür schlugen die Täter ein, um in Gamaufs Kaffeehaus zu gelangen

Gustav Gamauf erlebte in der Nacht auf Dienstag den 12. Einbruch. Der Schaden: 5000 Euro.

Das Dutzend ist voll“, sagt Gustav Gamauf und zeigt auf die fehlenden Sparvereinskästen im Oberwarter Stadtcafé. In der Nacht auf Donnerstag schlugen Einbrecher die Eingangstür zum Kaffeehaus ein und nahmen die Sparvereinskassen mit. Premiere ist es für den Gastronomen keine. „Es war der zwölfte Einbruch, den ich miterlebt habe“, erklärt Gamauf. 

Seit 27 Jahren ist er selbstständig und betreibt das Kaffeehaus in Mitten von Oberwart. „Vor 25 Jahren war der erste Einbruch“, erinnert sich Gamauf. Danach folgten sechs weitere Einbrüche in unregelmäßigen Abständen. 

Aber in den vergangenen vier Jahren schlugen Kriminelle gleich fünf Mal zu. Darunter waren vier Einbrüche ins Kaffeehaus. Einmal hatten es Einbrecher auf das  Privathaus von Gamauf abgesehen, als er und seine Frau im Café arbeiteten, schlugen sie zu. „Das war besonders schlimm, in den Privaträumen ist es noch einmal was anderes. Vor allem meine Kinder waren eingeschüchtert“, sagt Gamauf.

Angst

Auch die Kaffeehausmitarbeiter hätten  schon Angst, dass in der Früh wieder etwas ist, sagt der Gastronom, für den die Coups schon zur lästigen Routine geworden sind. 

Dienstagfrüh um 4:20 Uhr wurde er von der Polizei aus dem Bett geholt. „Der Zeitungsausträger hat Alarm geschlagen, weil die Tür zum Kaffeehaus zerstört war“, sagt Gamauf. Als er in die Gasträume kam, war schon die Spurensicherung vor Ort. Schnell war klar, nur der Sparvereinskasten fehlt. „Sonst haben sie nichts angerührt“, erklärt Gamauf. 

Nach dem eigentlichen Einbruch fange das „Schlimmere“ jedoch erst an. „Es gibt so viel zu tun: zur Polizei, zur Versicherung und vieles mehr“, sagt Gamauf. Die Tür ist am Dienstagnachmittag schon wieder repariert. Der Sparvereinkasten fehlt. Den Schaden beziffert Gamauf mit etwa 5000 Euro. Der Inhalt der Sparvereinskästen werde von der Bank ermittelt.

Schon einmal wurden die Sparvereinseinlagen gestohlen, ein anderes Mal wollten die Täter nur etwas essen. „Die haben nichts anderes gefunden, da haben sie Brot, Frankfurter und Cola gestohlen“, sagt Gamauf. Bargeld sei nämlich sowieso nie im Lokal, auch andere Wertgegenstände lässt der Gastronom nicht mehr achtlos liegen. „Wir haben nur alte Computer und Fernsehgeräte“, sagt Gamauf.

Immerhin konnten neun der Einbruchsdelikte schon von der Polizei aufgeklärt werden. Auch dieses Mal fahndet die Kriminaldienstgruppe Oberwart nach den Tätern. Vorige Woche war ein anderes Kaffeehaus in Oberwart Ziel von Einbrechern. Sie  stahlen zwei Kellnerbrieftaschen mit Wechselgeld sowie eine Bonkasse.  „Es könnte sich um die gleichen Täter handeln, die Vorgangsweise ist ähnlich“, erklärt ein Ermittler. Hinweise darauf müssten jedoch erst untersucht werden.

(KURIER) Erstellt am
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