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Chronik Burgenland
02/15/2021

Wie Rudy Wolf die Böden verbessern will

Rudy Wolf ist seit 40 jahren in der Landwirtschaft tätig. Nach der "chemischen Schiene" ist er jetzt im Biobereich unterwegs.

von Roland Pittner

Seine ersten Erfahrungen in der Landwirtschaft hat Rudy Wolf am Hof seines Opas im südburgenländischen Deutsch Kaltenbrunn gemacht. „Damals habe ich es gehasst, ich musste immer mithelfen“, sagt Wolf. Heute hat er fast 40 Jahre Berufserfahrung im Agrarbereich.

Er hat für große Saatgutfirmen wie Pioneer gearbeitet, selbst einen Betrieb aufgebaut und an einen Konzern verkauft. Für den veräußerte er dann Saatgut. Dieser Job führte ihn zu großen Betrieben nach Russland, auch in Bulgarien und Rumänien war er tätig. „Ich war 40 Jahre auf der chemischen Seite unterwegs, seit einigen Jahren probiere ich die Gegenseite im Biobereich.“

Biologische Stärkungsmittel

2012 gründete er die Firma Seed & Technology in Rudersdorf und widmet sich der Bodenverbesserung mit biologischen Stärkungsmitteln. Sie fördern die mikrobiologische Artenvielfalt, beinhalten unter anderem fermentierte Kräuter, Früchte und Pflanzen, Aminosäuren und Gesteinsmehle.

„Durch meine Arbeit habe ich gesehen, in welchem Zustand viele Böden sind. Deshalb habe ich mir zum Ziel gesetzt, diese wieder fruchtbar zu machen.“

Geforscht

Bis zum Vorjahr wurde geforscht, mittlerweile beginnt der Verkauf der Produkte. Betriebe im In- und Ausland setzen das Sortiment schon ein – sei es im Acker-, Gemüse-, Wein- oder Obstbau.

Die Produkte stärken den Boden und bauen Humus auf, die fruchtbare Schicht der Erde, die auch für die Gesundheit der Pflanzen und die Erträge sorgt. „Auch der Geschmack wird dadurch positiv beeinflusst“, sagt Wolf.

Chemische Spritzmittel ersetzen

Neben der Verbesserung der Böden, gibt es auch Präparate, die chemische Spritzmittel ersetzen. „Bei Fungiziden können wir das, was die Chemie kann, zu 90 Prozent, im Bereich der Schädlinge sind es 50 bis 60 Prozent, sagt Wolf.

Es sei aber möglich, auch Bio-Wein ohne Kupfer zu produzieren. Das Schwermetall wird im Bio-Weinbau eingesetzt, hier hat S&T eine Alternative.

Für den Biolandbau wird sein Präparat im Herbst fertig sein, bei konventionellen Landwirten sei es seit fünf Jahren im Einsatz. „Es hilft gegen den Maiswurzelbohrer und den Drahtwurm.“

Durch die schwierigen Marktbedingungen für die Landwirte hofft Wolf, mit seinen Produkten „die Bauern zu unterstützen“ und deren Böden.

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