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Chronik Burgenland
09/07/2020

Weiden am See: Wind und Sonne arbeiten zusammen

In Weiden am See ist ein Windrad mit kombinierter Fotovoltaikanlage in Betrieb gegangen - ein Pilotprojekt.

von Stefan Jedlicka

Die Energie Burgenland will bis zum Jahr 2025 über eine halbe Milliarde Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien und in Innovationsprojekte investieren, kündigt Vorstandsvorsitzender Michael Gerbavsits an. „Insbesondere in wirtschaftlichen Krisenzeiten ist es wichtig zu investieren, um Arbeitsplätze abzusichern. Gleichzeitig ist es uns als Energie Burgenland wichtig, die Energiewende erfolgreich zu meistern, um den Klimawandel zu bremsen“, so Gerbavsits.

Biegsame Folien

In der vergangenen Woche hat das Unternehmen nun ein Pilotprojekt im Windpark Weiden am See vorgestellt: Auf dem Turm eines Windrades werden dort auch Fotovoltaikzellen befestigt. „Mit dem zusätzlich produzierten Öko-Strom aus der Fotovoltaikanlage werden die Effizienz und der ökologische Fußabdruck der Windkraftanlage weiter erhöht“, betonte Vorstandsdirektor Alois Ecker.

Die Energie Burgenland hat das Projekt gemeinsam mit dem österreichischen Fotovoltaikhersteller DAS Energy errichtet. Das Partnerunternehmen der Energie Burgenland hat eine weltweit einzigartige Lösung entwickelt, um Wind- und Sonnenkraftenergie zu kombinieren und um diese technische Höchstleistung zu realisieren.

Kern dieser Neuheit sind die speziellen Eigenschaften der Fotovoltaikmodule von DAS Energy. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sonnenkraft-Anlagen sind die Folien des österreichischen Unternehmens biegsam und können sich dadurch der Form des Turms anpassen.

30 Kollektoren

Auf dem 80 Meter hohen Turm des Windrads sind insgesamt 30 solcher Sonnenkollektoren installiert, die nach Südosten und Südwesten ausgerichtet sind. Dadurch wird das Maximum der Sonnenenergie während des Tages genutzt. Die Fotovoltaikzellen sind auf einer Fläche von 60 Quadratmetern und bis in eine Höhe von 40 Metern angebracht.

Die Module sind rund fünfmal leichter als herkömmliche Fotovoltaikmodule und nur zwei Millimeter dick. Die Montage und Wartung der Paneele erfordern jedoch besonderes Geschick. Aus diesem Grund wurden Fotovoltaik-Kollektoren von den Seilkletterern der Firma Skyworkers aus Wiener Neustadt angebracht.

Suche nach Flächen

„Dieses Pilotprojekt gibt uns die Möglichkeit, das Potenzial von unseren Fotovoltaikzellen zu zeigen“, freut sich Christian Dries, Geschäftsführer von DAS Energy, über das Pilotprojekt mit der Energie Burgenland. „Die Fotovoltaik ist generell eine der umweltfreundlichsten Technologien, benötigt aber sehr viel Fläche. Deshalb ist unser Ziel, möglichst viele Flächen nutzbar zu machen, um so den Strom der Zukunft liefern zu können.“

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