Warum die roten Bauern in Neudörfl tagten

Rote, Babler-freundliche Industriegemeinde als Schauplatz.
SPÖ Bauern tagen in Neudörfl

In Neudörfl an der Leitha gibt es zwar einige Heurige, dennoch ist die tiefrote Marktgemeinde als Industriestandort weit bekannter denn als landwirtschaftliche Hochburg. Nichtsdestotrotz fand in der Nachbargemeinde von Wiener Neustadt vor wenigen Tagen die Bundeskonferenz der SPÖ Bäuerinnen und Bauern statt.

Der Oberösterreicher Michael Schwarzlmüller (65) wurde mit 100 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt. Mit Michael Glauber aus Sigless ist auch das Burgenland im Vorstand der roten Bauern vertreten. Dass die Konferenz in Neudörfl über die Bühne ging, hat handfeste Gründe. 

Erstens wurde sie von einem Neudörfler organisiert: Martin Giefing ist in der SPÖ-Zentrale in der Wiener Löwelstraße nämlich nicht nur Bundesgeschäftsführer des roten Gemeindevertreterverbandes, sondern er kümmert sich auch um die roten Bauern. Zweitens fand die letzte Bundeskonferenz in OÖ statt, deshalb sollte es dieses Mal ein Tagungsort im Osten sein. Und – man glaubt es kaum – die meisten Delegierten kommen aus dem Burgenland, weil die roten Bauern hierzulande relativ stark vertreten sind.

Heimspiel für Babler

Erste Gratulanten Schwarzlmüllers waren SPÖ-Bundesparteivorsitzender und Vizekanzler Andreas Babler und Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim – Letzterer war neben Neudörfls Bürgermeister Dieter Posch persönlich im Martinihof anwesend. Babler, der Familie Posch seit vielen Jahren politisch und privat verbunden, kommt gern nach Neudörfl. Zuletzt wurde im Martinihof die 150. Wiederkehr des Gründungsparteitags der österreichischen Sozialdemokratie gefeiert. Mit Babler und ohne LH Hans Peter Doskozil.

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