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Christian Tschida ist „Winzer des Jahres 2026“

Der Illmitzer Winzer stand bei der Vievinum in der Wiener Hofburg im Mittelpunkt. Das Burgenland stellte mit 110 Betrieben das größte Kontingent der Messe.
Viele Menschen besuchen eine Messe mit Ständen in einem prunkvollen Saal mit großen Kronleuchtern und goldenen Säulen.

Die Wiener Hofburg war dieser Tage nicht nur Bühne für Österreichs größte Weinmesse, sondern auch ein Schaufenster für das Burgenland. Bei der Vievinum präsentierten rund 550 Aussteller aus Österreich und dem Ausland ihre Weine. Etwa ein Fünftel davon kam aus dem Burgenland: 110 Winzerinnen und Winzer waren in Wien vertreten. Kein anderes Bundesland war auf der Messe stärker präsent.

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte heuer ein Winzer aus Illmitz: Christian Tschida wurde von Falstaff als „Winzer des Jahres 2026“ ausgezeichnet. Für die heimische Weinbranche ist das eine der renommiertesten Ehrungen. Tschida gilt seit Jahren als eigenständige Stimme des österreichischen Weinbaus – national wie international. Falstaff-Weinchefredakteur Peter Moser würdigte Tschida als „prototypischen Vertreter einer neuen Winzergeneration“, der mit Weinen von Weltformat „die Herzen einer jungen Konsumentengeneration rund um den Globus erobert“ habe.

Mut zur Entstehung

Der Winzer selbst beschreibt seinen Zugang als emotional. „Hast du Vertrauen in dein Produkt, kannst du extrem und kompromisslos sein“, sagt Tschida. Wenn man die Zügel loslasse, müsse man davon ausgehen können, „dass etwas Gutes, Positives entsteht“. Seine Weine mit Namen wie „Laissez-faire“, „Non Tradition“ oder „Himmel auf Erden“ gelten als leichtfüßig und charakterstark.

Drei Männer stehen lächelnd zusammen, einer hält eine Urkunde, ein anderer ein Weinglas, im Hintergrund ein Falstaff-Logo.

Christian Tschida (Mitte) mit „Falstaff“- Herausgeber Wolfgang Rosam (li.) und  Peter Moser. 

Ausgebaut werden sie rund ein Jahr lang im großen Holzfass. Entscheidend ist für Tschida die Herkunft der Trauben. Neben Illmitz spielen auch Lagen am Leithaberg bei Purbach eine wesentliche Rolle. Das Burgenland biete im Weinbau große Freiheit, sagte Tschida sinngemäß: Hier könne man seine Träume verwirklichen.

Dass gerade ein Burgenländer bei der Vievinum im Mittelpunkt steht, passt zum starken Auftritt des Landes. Die Veranstaltung gilt als wichtigster Treffpunkt der Weinbranche. Neben Weinliebhabern kommen Fachleute, Einkäufer und Journalisten in die Hofburg. Im Zuge der Messe präsentierte Falstaff auch den neuen englischsprachigen „Ultimate Wine Guide Austria and Neighboring Countries 2026/27“ mit mehr als 1.650 Weinbewertungen von rund 165 Winzern.

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