Wein bringt dem Burgenland 257 Millionen Euro Wertschöpfung

Vier Männer stoßen mit Weingläsern an und stehen vor einer blauen Wand mit Flaschen auf einem Regal darüber.
Über 6.000 Arbeitsplätze hängen am Wein. Der Rebensaft ist im Burgenland ein größerer Wirtschaftsfaktor als anderswo.

Zusammenfassung

  • Der Weinbau bringt dem Burgenland jährlich rund 257 Millionen Euro Wertschöpfung und sichert über 6.000 Arbeitsplätze.
  • Jeder 40. Euro und jedes 24. Beschäftigungsverhältnis im Burgenland hängen direkt oder indirekt mit dem Weinbau zusammen.
  • Rund 1.800 Winzer verkaufen bis zu 95 Millionen Flaschen jährlich, davon gehen 25 Prozent in den Export in über 60 Länder.

Der Wein prägt das Burgenland – kulturell, touristisch und auch wirtschaftlich. Das bestätigt eine neue Studie des Wiener Economica-Instituts, die am Mittwoch in Donnerskirchen vorgestellt wurde.

Demnach bringt der Weinbau dem Land jährlich rund 257 Millionen Euro Wertschöpfung und sichert über 6.000 Arbeitsplätze. Burgenlandweit hängt jeder 40. Euro und jedes 24. Beschäftigungsverhältnis direkt oder indirekt mit dem Weinbau zusammen – österreichweit ist es nur jeder 100. Euro und jedes 74. Beschäftigungsverhältnis.

Rund 1.800 Winzerinnen und Winzer verkaufen jährlich bis zu 95 Millionen Flaschen, 25 Prozent davon gehen in den Export – in über 60 Länder weltweit. Wichtigste Absatzmärkte sind Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Doskozil will "Burgenland-Shops" im Ausland

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) bezeichnete den Wein beim Pressetermin in Donnerskirchen als „bedeutenden Wirtschaftsfaktor und Teil der Identität des Burgenlands“. Doskozil will künftig noch stärker auf die Verbindung von Wein, Kulinarik und Kultur setzen und kann sich auch „Burgenland-Shops“ in Deutschland und der Schweiz vorstellen: „Wenn wir zusammenarbeiten und Konkurrenzdenken hintanstellen, kann das Burgenland international weiter wachsen.“

„Der Wein ist eine der bekanntesten Marken, die das Burgenland vorzuweisen hat. Er ist Kulturgut und spiegelt unsere Identität wider“, pflichtete Wein-Burgenland-Obmann Herbert Oschep dem Landeschef bei. Laut der neuen Studie geben Gäste, die weinbezogene Aktivitäten erleben, im Schnitt 18 Prozent mehr Geld aus.

Botschafter des Landes

Weinbaupräsident Andreas Liegenfeld unterstrich die Rolle der Winzerinnen und Winzer: „Wir sind mit Abstand die stärkste landwirtschaftliche Produktionsgruppe im Burgenland.“ Der Wein sei nicht nur Wirtschaftsfaktor, sondern auch „Botschafter des Landes nach außen“.

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