Vandalen zogen eine Farbspur

© Bild: Privat

In Horitschon haben Unbekannte sieben Häuserfassaden beschmiert. Es ist nicht der erste Vandalenakt in der Gemeinde.

Ob es ein Lausbubenstreich war, oder ob mehr dahinter steckt, das ist derzeit Inhalt von Ermittlungen der Polizei. In  zwei Gassen in Horitschon, Bezirk Oberpullendorf, wurden sieben Häuserfassaden beschmiert. Es ist nicht der erste Vandalenakt in der 1850-Einwohner Gemeinde. Bereits im Vorjahr hatten Unbekannte die historische Weinpresse im Ortszentrum angezündet. Auch im Naherholungsgebiet der Gemeinde kommt es immer wieder zu Sachbeschädigungen. Die Täter wurden bisher nicht ausgeforscht.

Der jüngste Akt von Vandalismus hatte sich in der Nacht auf Montag ereignet. „Die Fassaden wurden mit einer bräunlichen Flüssigkeit beschmiert. Um welche Substanz es sich dabei handelt, wissen wir noch nicht“, erklärt Bezirkspolizeikommandant Emmerich Schedl auf Anfrage des KURIER.  Die Flüssigkeit werde derzeit in einem Labor untersucht. Wann es ein Ergebnis geben werde, sei noch unklar. Auch bei den  Hintergründen zu der Tat tappe man derzeit noch im Dunkeln. „Wir wissen noch nichts über die Motivation der Täter. Es gibt keinerlei  Hinweise, dass es sich dabei  um einen  möglichen Racheakt oder eine politisch motivierte Tat handeln könnte“, sagt Schedl.

Der Sachschaden beträgt laut Polizei rund 4000 Euro.

„Andere Dimension“

Weinpresse, angezündet, Horitschon
© Bild: BFK Oberpullendorf

„Ich bin fassungslos  und schockiert  über diesen Vandalenakt. Ich hoffe, dass es ein Lausbubenstreich war und nicht mehr dahinter steckt“, sagt Bürgermeister Peter Heger.  Die Schadenssummen im Naherholungsgebiet, wo  immer wieder Mistkübel in Brand gesetzt werden bzw. frisch gesetzte Bäume abgenickt werden, halte sich noch im Rahmen, so der Ortschef. „Die Beschmierung der Häuserfassaden ist aber schon eine andere Dimension“, sagt Heger, der hofft, dass die Verantwortlichen diesmal zur Rechenschaft gezogen werden können.

Erstellt am 14.12.2011