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Chronik Burgenland
03/03/2020

Umfrage aus dem Burgenland: Fasten liegt im Trend

Das Kurhaus Marienkron hat 500 Personen befragt – 6 von 10 haben Erfahrungen mit einer Fastenkur.

von Michael Pekovics

„Na, besser keinen Alkohol, Fastenzeit, Sie wissen schon.“ Diesen Satz hört man in den burgenländischen Gastronomiebetrieben derzeit häufiger als üblich. Die 40 Tage von Aschermittwoch bis Ostern werden von vielen Menschen genutzt, um auf gewisse Gewohnheiten wie eben Alkohol zu verzichten. Aber auch das Handy oder das Auto sind beliebte Fasten-Motive.

Grundsätzlich ist mit Fasten aber der Verzicht auf oder die Einschränkung bei Lebensmitteln gemeint. Die kompetenteste Stelle dafür ist im Burgenland das Kurhaus Marienkron, das im Juni des Vorjahres nach einjährigem Umbau wieder eröffnet hat.

Die positive therapeutische Wirkung des Fastens hat hier bereits seit 50 Jahren Tradition. Nicht nur der reine Verzicht, sondern vor allem auch bewusster Genuss und ein neues Lebensgefühl – geprägt von Balance, Entschleunigung und Achtsamkeit – stehen dabei im Zentrum.

„Das Kurhaus Marienkron verbindet wissenschaftlich fundierte moderne Fasten- und Ernährungstherapie mit einer reichen Tradition und medizinischer Erfahrung“, sagt Andreas Michalsen, Chefarzt der Abteilung für Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für klinische Naturheilkunde der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Er ist einer der europaweit führenden Mediziner zum Thema Fasten und Integrative Medizin.

So fastet Österreich

Um diese Sonderstellung weiter zu untermauern, hat das Kurhaus Marienkron im heurigen Jahr erstmals eine Fastenumfrage in Auftrag gegeben. Dabei stellte sich heraus, dass rund 58 Prozent der Österreicher schon Erfahrungen mit einer Fastenkur gemacht hat. Die Hauptmotive dafür sind das Abnehmen (30,7 Prozent) und die Reinigung sowie Entgiftung des Körpers (29,7 Prozent).

  • 58 Prozent der Österreicher haben schon Erfahrungen mit einer Fastenkur gemacht
     
  • 66 Prozent fasten ohne professionelle Begleitung oder ohne sich vorab darüber zu informieren
     
  • 9,3 Prozent der Österreicher fasten regelmäßig einmal pro Jahr, 2,2 Prozent zweimal und 3,4 Prozent sogar häufiger. 21 Prozent haben es schon ausprobiert
     
  • Die bekannteste Fastenart unter den 500 Befragten war das Intervallfasten, das knapp die Hälfte der Menschen kennen
     
  • Ebenfalls relativ bekannt sind laut der Umfrage Heilfasten, Suppenfasten und Saftfasten

Aber: Knapp zwei Drittel fasten laut der Umfrage ohne professionelle Hilfe. Von jenen Österreichern, die schon einmal gefastet haben, fasten 9,3 Prozent regelmäßig einmal im Jahr. Etwa ein Drittel jener, die noch keine Fastenkur gemacht haben, wären bereit, es zu versuchen.

Fasten braucht Zeit - und einen Plan

Eine Fastenkur dauert laut der Umfrage bei einem Großteil der Österreicher (60,8 Prozent) zwischen zwei und sieben Tage. Aber es sei wichtig, sich für das Fasten ausreichend Zeit zu nehmen, betonte Ulrike Göschl, leitende Kurärztin von Marienkron. „Beim Fasteneinstieg sollten vorher schon Entlastungstage eingelegt werden und ganz besonders nach dem Fasten braucht es Zeit für die Aufbautage“, sagte sie.

Hauptgrund ist Wohlbefinden

Die Motive sind überwiegend körperlicher Natur. Neben Abnehmen und Entgiftung gaben die Befragten Folgendes als Grund an: allgemeines Wohlbefinden (14 Prozent), Religion (7,8), Vorsorge (6,8), konkretes gesundheitliches Problem (5,8) oder Tradition (3,4 Prozent). Die bekannteste Fastenart unter den 500 Befragten war das Intervallfasten, das knapp die Hälfte der Menschen kennen.

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