Überfallen: "Hab’ einfach zugeschlagen"

Cumali Sert, 21, wurde von zwei Männern angegriffen. Er hat sich gewehrt und die Unbekannten in die Flucht geschlagen.

Auf dem Heimweg von der Arbeit wurde der 21-jährige Handyshop-Besitzer Cumali Sert Opfer eines versuchten Raubüberfalles. Als er in der Eisenstädter Feldstraße in sein Auto stieg, klopfte ein Unbekannter an seine Fensterscheibe um ihn auf eine vermeintliche Reifenpanne aufmerksam zu machen.

"Ich bin ausgestiegen und wollte nachschauen. Als ich mich hinunter bückte, hat mich der Mann bei der Schulter gepackt und mit einem ausländischen Akzent ’Geld her’ geschrien", erzählt der junge Mann im KURIER-Gespräch. Daraufhin habe er mit der Faust "ohne nachzudenken einfach zugeschlagen", schildert Sert. Als der Angreifer zu Boden fiel, tauchte ein zweiter Täter auf und bedrohte den Unternehmer mit einem Messer. Es kam zu einer Rangelei. "Dann sind die beiden plötzlich ohne Beute in Richtung Ödenburgerstraße geflüchtet", erinnert sich der Parndorfer.

Erst als Sert sich wieder ins Auto setzte, habe er bemerkt, dass er verletzt war. "Ich hatte Kratzspuren im Gesicht und Blut auf den Händen und meiner Weste", sagt der 21-Jährige. Auf dem Heimweg habe er seinen Bruder angerufen und ihm von dem Überfall erzählt. Auf dessen Ratschlag hin, ist Sert zum Tatort zurückgekehrt um die Polizei zu alarmieren.
Eine eingeleitete Alarmfahndung nach den Männern, die das Opfer auf 24 bis 27 Jahre schätzt, verlief negativ. Die Unbekannten seien ca. 1,80 Meter groß gewesen und waren leger gekleidet.

Verhalten

Das Opfer habe zwar nicht sehr klug gehandelt, "aber zum Glück ist es glimpflich ausgegangen. Wenn man in so eine Situation kommt, sollte man sich auf keinen Fall wehren, sondern das Geforderte den Täter übergeben. Vor allem wenn die Täter bewaffnet sind", sagt Günter Hauer, stellvertretender Stadtpolizeikommandant von Eisenstadt.

( Kurier ) Erstellt am 11.03.2012