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Ausgezeichnet
12/17/2018

Tierschutzpreis für Streuner-Projekt

Bianca Heisinger setzt sich für Streunerkatzen-Kastration ein. Die Bilanz: 600 behandelte Tiere

von Roland Pittner

Eigentlich gilt in Österreich die Kastrationspflicht für Katzen mit einem regelmäßigen Zugang ins Freie. Hier setzt Bianca Heisinger aus Steinberg Dörfl, Bezirk Oberpullendorf, an: Seit drei Jahren fängt sie Streunerkatzen ein und lässt sie in Kooperation mit regionalen Tierärzten kastrieren und medizinisch versorgen. 600 Tiere hat sie im Bezirk Oberpullendorf bereits gefangen und behandeln lassen. „Damit wird die unkontrollierte Vermehrung von Streunerkatzen eingedämmt und unnötiges Tierleid verhindert“, sagt Heisinger. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Aufklärung über die Kastrationspflicht, hierzu hat sie auch eine Publikation verfasst. Daneben betreut sie mehrere Futterstellen für Streunerkatzen. Das alles macht die Mittelburgenländerin neben einem Vollzeitjob bei der Statistik Austria in ihrer Freizeit. Die Finanzierung stemmt die Tierschützerin größtenteils selbst.

„In unserer Region fehlt es schon seit langer Zeit an Nachwuchskräften im Tierschutz“, weiß Heisinger. Junge Leute, die Ideen einbringen, aktiv mithelfen und mitgestalten möchten, seien anscheinend rar. Nichtsdestotrotz arbeitet sie mit anderen Tierschutzvereinen, den Behörden, Tierärzten und Tierheimen zusammen, um Tierleid zu verhindern. Sie hat auch den Lehrgang „Tierhaltung und Tierschutz“ besucht und mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen.

Preis

Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz vergab heuer zum fünften Mal den Bundestierschutzpreis. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. Er wird alle zwei Jahre verliehen. Heisinger konnte mit ihrem Kastrations-Projekt die Jury überzeugen. Aus 60 Einreichungen gehört die Mittelburgenländerin zu den drei Gewinnern. Die vorgestellten Projekte reichen von reinen Tierschutzprojekten über Initiativen, die den Tierschutz mit karitativen Sozialprojekten verbinden, bis hin zu Aufklärungsarbeit und Wissenstransfer im Tierschutz.

„Ich freue mich sehr über den Preis und diese Anerkennung. Ich habe dafür hart gearbeitet, um das Katzenelend im Bezirk zu verringern und das ist mir gelungen“, sagt Heisinger, die sich auch weiterhin für den Tierschutz einsetzen will.www.tierschutzpreis.at

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