Tierquäler schossen auf Katzen

Müllendorf: Drei Katzen wurden schwer verletzt, eine wird vermisst. Die Betroffenen sind erschüttert und warnen Katzenbesitzer.

In Müllendorf geht die Angst vor einem Tierquäler um. Drei Hauskatzen sind dem Unbekannten schon zum Opfer gefallen, ein Tier ist seit Tagen vermisst. Die Polizeiinspektion Wulkaprodersdorf bestätigte gegenüber dem KURIER einen Bericht des ORF Burgenland. Die betroffenen Familien sind schockiert und warnen Katzenbesitzer vor den Untaten des „brutalen Tierhassers“.

Familie Scheibstock musste ihren siebenjährigen Tigerkater Mucki Anfang März einschläfern lassen. „Am 5. März haben wir ihn blutverschmiert in unserem Vorgarten gefunden“, erzählt Eva Scheibstock.

Anfangs habe sie an einen Unfall mit einem Auto geglaubt, erst beim Tierarzt sei ans Licht gekommen, dass die Katze angeschossen worden war. „In allen Körperteilen sind 20 Schrotkugeln gesteckt. Sämtliche Knochen wurden zerfetzt, und das Bein hätte man nur durch eine Amputation retten können“, sagt Scheibstock. Weil das Tier derart massive Verletzungen hatte, haben sich Scheibstock und ihr Mann dazu entschlossen, ihren Kater von seinem Leid zu erlösen.

Bereits im Jänner hatte Alfred Wiedemann unweit seines Hauses am Ortsrand von Müllendorf seine Katze schwer verletzt gefunden. „Unser Kater Schurli wurde von einem Unbekannten übelst zugerichtet“, erinnert er sich. Bei einer Operation seien zehn Kugeln im Körper des vierjährigen Katers gefunden worden, beide Oberschenkel sowie das linke Auge waren zerschossen.

„Terror“

Nach einem dreiwöchigen Aufenthalt in einer Tierklinik erholt sich Schurli jetzt daheim. Rund 1500 Euro haben die Wiedemanns für die ärztliche Betreuung berappt, „aber es geht uns nicht ums Geld. Es geht um das Leid des Tieres und um die psychische Belastung der Besitzer. Das ist Terror“, sagt Wiedemann.

Laut dem von Eva Scheibstock konsultierten Tierarzt Herbert Wildt aus Zillingtal handelt es sich bei den Vorfällen „eindeutig um Tierquälerei. Wenn ein Jäger eine streunende Katze erschießen will, weiß er ganz genau, wie er die Schüsse zu setzen hat, damit das Tier stirbt“.

Die Familien können nur mutmaßen, wer hinter den Angriffen steckt. Es gebe einen Verdacht – offen aussprechen will den jedoch keiner der Betroffenen.

( Kurier ) Erstellt am 15.03.2012