© St. Martin’s Therme & Lodge/Alexander Wieselthaler

Burgenland
12/16/2018

Teurer Spaß: Wellnesstempel im Preisvergleich

Investitionen bringen höhere Preise mit sich / Dreiköpfige Familie zahlt über 80 Euro Eintritt.

von Michael Pekovics

81 Euro – so teuer ist der günstigste Eintrittspreis für eine Familie (zwei Erwachsene, ein achtjähriges Kind, eine Saunakarte) im Burgenland an einem Wochenende rund um Weihnachten. Damit ist die Sonnentherme Lutzmannsburg, die allerdings wegen Revision von 17. bis 25. Dezember geschlossen hat, auch nach der ab 26. Dezember gültigen Preiserhöhung um fast durchwegs einen Euro pro Tageskarte die günstigste unter den vier burgenländischen Thermen – wenn auch nur knapp.

Zum Vergleich: In der Allegria Familientherme Stegersbach zahlt die dreiköpfige Familie in der Hochsaison 81,80 Euro, ein Besuch in der St. Martins Therme in Frauenkirchen kostet ebenso wie im Avita Resort Bad Tatzmannsdorf 84 Euro – an Wochentagen reduziert sich der Preis in Bad Tatzmannsdorf allerdings auf 76,50 Euro. Während im Kurort der Thermenbesuch am Wochenende teurer ist, hat man sich in Stegersbach bereits Anfang des Jahres für eine saisonal angepasste Preisgestaltung entschieden.

Die massive Anpassung – im Schnitt wurden damals die Preise für eine Tageskarte in der Hochsaison um zehn Euro erhöht – zog zahlreiche Beschwerden nach sich. Seit 26. Oktober gelten in Stegersbach wieder neue Preise: Eine Tageskarte für einen Erwachsenen kostet ohne Sauna 35 Euro (Sauna 10 Euro). Ob und wenn ja in welchem Umfang im Vergleich zu vor Oktober angepasst wurde, wollte das Allegria Resort auf KURIER-Anfrage nicht bekannt geben.

Erhöhung als Nachlass

Kritik gibt es aktuell im Landesnorden, weil der Preis für die Jahreskarte der St. Martins Therme von 550 auf 770 Euro (ohne Sauna) beziehungsweise von 670 auf 950 Euro (mit Sauna) gestiegen ist – immerhin eine Steigerung von 40 Prozent im Vergleich zu 2016. Tatsächlich handelt es sich bei der vermeintlichen Preiserhöhung aber um das Auslaufen einer mehrjährigen Aktion, die 2012 gestartet wurde, um neue Stammgäste zu gewinnen. Im Jahr 2011 kostete eine Jahreskarte ohne Sauna nämlich noch 690 Euro. Mit Sauna war der Preis mit 970 Euro sogar um 20 Euro höher als der aktuelle.

Süden ist billiger

Dennoch wurden die Tageskarten in Frauenkirchen per November um einen Euro angehoben (Erwachsener 28 Euro, Sauna 11 Euro). Argumentiert wird diese Erhöhung mit der neuen Saunalandschaft und höheren Energiekosten. Außerdem schätze der Gast das qualitativ hochwertige Angebot und sei durchaus bereit, höhere Preise in Kauf zu nehmen, wenn das Angebot passe, heißt es auf KURIER-Anfrage.

Ähnlich sieht das Avita-Geschäftsführer Peter Prisching. In seinem Haus schlägt sich die jüngste Erneuerung des Saunabereichs mit einem Euro pro Karte nieder (Sauna 8 Euro). Der Tageseintritt kostet an Wochenenden 28,50 Euro. Wochentags zahlt man als Erwachsener 26 Euro, womit das Avita Resort die günstigste Therme des Landes ist. Allerdings nur in der Hochsaison. In der Nebensaison hat Stegersbach mit 24,70 Euro (Sauna 7 Euro) die Nase vorn.

Angebot an Feiertagen

Einen besonderen Silvesterabend kann man jedenfalls in der St. Martins Therme verbringen, die ein spezielles Paket für Besucher ab 17 Uhr geschnürt und als einzige Therme über den Jahreswechsel hinweg geöffnet hat. Im Angebot gibt es unter anderem ein Mitternachtsfeuerwerk, das man sich gemütlich im Außenbecken anschauen kann, Walzerklänge, diverse Buffets und wer möchte, kann 90 Meter lang ins neue Jahr rutschen – in echt.

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