Streit von Vater und Sohn eskaliert

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Angriff oder nur Notwehr? Dem Vater wurde vorgeworfen, seinen Sohn bedroht und verletzt zu haben.

Nicht überall herrscht rund um die Feiertage friedliche Stimmung. In manchen Familien hängt der Haussegen auch in diesen Tagen schief. So auch bei einer Familie im Nordburgenland. Vater und Sohn trafen einander nun vor Gericht – und von einer Versöhnung war dabei nicht im geringsten die Rede. Der Vater, ein 81-jähriger Pensionist, musste auf der Anklagebank des Landesgerichtes Eisenstadt Platz nehmen. Ihm wurde vorgeworfen, seinen Sohn bedroht und verletzt zu haben.

 

Eisenstange 

Seit einiger Zeit schon schwelt zwischen Vater und Sohn – sie wohnen mit ihren Familien im selben Haus – bereits ein Konflikt, der sich vor Kurzem zugespitzt haben dürfte. Der betagte Vater saß gerade in der Küche bei Tisch, um sein Mittagessen einzunehmen. Als der Sohn den Raum betrat und fragte, wem denn das Mahl gehöre, eskalierte die Situation.

„Mein Vater ist auf mich losgegangen“, behauptete der Sohn vor Gericht. Aber damit nicht genug: Als ihm der 81-Jährige nachlief, sei der Sohn schließlich gestolpert. Der Pensionist soll darauf auf seinen am Boden liegenden Sohn acht bis zehn Mal mit einer Eisenstange eingeschlagen haben. Dabei, sagt der Sohn, habe er Abschürfungen und Striemen am Rücken sowie Verletzungen am Unterarm erlitten.

Notwehr

Ganz anders hört sich die Schilderung dieser Szenen durch den 81-jährigen Vater an. Sein Sohn, so der Angeklagte, habe ihn beim Küchentisch niedergedrückt. Aus Notwehr habe er den Sohn daraufhin mit der Eisenstange geschlagen. Die Verhandlung wurde vertagt. Richter Wolfgang Rauter möchte noch die Ehegattin und den zweiten Sohn des Angeklagten hören.

 

Erstellt am 29.12.2011