Chronik | Burgenland
16.09.2018

Norbert Hofer Zeuge bei tödlichem Absturz von Ultraleichtflugzeug

Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) war zufällig am Flugplatz und wurde Augenzeuge und Ersthelfer.

Am Flugplatz im  südburgenländischen Pinkafeld (Bezirk Oberwart) hat sich am Sonntagvormittag ein tödlicher Unfall ereignet: Ein 50-jähriger Mann aus Graz wollte mit seinem motorisierten Hängegleiter Start- und Landeübungen absolvieren. Doch bereits kurz  nach dem Start stürzte das Ultraleichtflugzeug ab. Trotz Reanimationsversuchen  starb der Steirer noch an der Unfallstelle.  Einziger Augenzeuge des Vorfalles war Infrastrukturminister Norbert Hofer.
Der Unfall ereignete sich gegen 10 Uhr vormittags. Laut Polizei soll der Pilot sehr steil nach oben gestartet sein. Etwa 100 Meter nach Beginn des Startvorganges prallte  der Pilot mit seinem  Trike-Hängegleiter   in ein Feld. Minister Hofer, der in Pinkafeld lebt, und der selbst zum Fliegen auf den Flugplatz gekommen war, wurde Zeuge des Unfalls und  auch  Ersthelfer.

"Er hat noch geatmet"

„Ich bin  hingefahren und hab’ gesagt, dass er bitte durchhalten soll. Er hat noch geatmet“, schildert der Minister laut einem Bericht des ORFHofer habe dem Piloten  gesagt, dass er selbst auch so etwas erlebt habe und dass das wieder werde. „Die Atmung ist dann aber leider schwächer geworden, und der Mann hat es nicht geschafft“, schildert der prominente Augenzeuge.
Die Stadtfeuerwehr Pinkafeld war mit Notfallsanitätern vor Ort, schildert Stadtfeuerwehrkommandant Kurt Tripamer im Gespräch mit dem KURIER.
Bereits nach wenigen Minuten konnten die Sanitäter der Feuerwehr das Unfallopfer an die Crew des Notarzthubschraubers Christophorus 16 übergeben. Doch auch die  Reanimationsversuche des Notarztteams blieben ohne Erfolg. Der 50-Jährige  erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.


Obduktion angeordnet

Am Sonntag wurden von der Flugunfallkommission vor Ort Erhebungen durchgeführt. Das Ultraleichtflugzeug  wurde von der Staatsanwaltschaft sichergestellt; das Fluggerät wird einer genauen Untersuchung unterzogen. „Jetzt muss ermittelt werden, ob ein technisches  Gebrechen oder ein Fehler des Piloten Grund für den Unfall war“, sagt Polizeisprecherin Marion Bieler am Sonntag. Die Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion der Leiche angeordnet.
Der Flugplatz in Pinkafeld besteht seit dem Jahr 1960 und wird privat geführt. Zwischen einem  und 20 Piloten pro Tag  – je nach Wetter  bzw. Saison – starten täglich auf dem Platz .
 Mitglied in dem Sportfliegerclub Pinkafeld sei der 50-jährige Steirer nicht gewesen. Er hatte vor seinem Flug eine Genehmigung eingeholt.   Dass die Wetterbedingungen am Sonntag Grund für den Unfall gewesen sein könnten, schließt Betriebsleiter Hans Guth aus. „Es war zum Unfallzeitpunkt windstill.“